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Feinstaub und Autoabgase: Kinder stärker belastet

Eine neue britische Studie zur Feinstaubbelastung liefert erschreckende Ergebnisse.

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Kinder sind stärker von Abgasen belastet
Saklakova / iStock

Feinstaub und Autoabgase schaden unserer Gesundheit, das ist nicht neu. Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Großbritannien machte nun deutlich, dass Kinder besonders von den Autoabgasen betroffen sind. Sie sind kleiner und befinden sich aufgrund ihrer geringer Größe inmitten der giftigen Wolke.

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Wärmebilder machen Ausmaß deutlich

Die NGO Global Action Plan führte Experimente in vier britischen Großstädten durch und gab erschreckende Ergebnisse bekannt:

  • Die Experimente wurden an stark befahrenen Straßen und Kreuzungen in Manchester, Glasgow, Leeds und London durchgeführt.
  • Verfahren wurde mittels Wärmebildtechniken.
  • CO2 wurde dabei als Prüfgas eingesetzt, um zu verdeutlichen, wie stark Kinder Abgasen wie Stickoxid (NOx), Dieselpartikeln oder Stickstoffdioxid (NO2) ausgesetzt sind.
  • Durch die Bilder konnten die Forscher sehen, dass Kinder aufgrund ihrer geringen Größe den Abgasen direkt ausgesetzt sind.
  • Kinder, die im Auto mitfahren, sind der Belastung noch mehr ausgesetzt, da sich die Abgase im geschlossenen Raum befinden.
  • Auf ruhigeren, verkehrsberuhigten Straßen ist die Belastung für Kinder 2,5-mal niedriger als auf stark befahrenden Kreuzungen.

Wie ungesund sind die Abgase konkret?

Besonders Kinder leiden darunter, da sie sich noch im Wachstum befinden und ihre Atemwege daher besonders anfällig sind. Luftverschmutzung führt vor allem bei Kindern zu Atemwegserkrankungen wie etwa

Um bleibenden Schäden vorzubeugen, sollten Kinder den Emissionen nicht öfters ausgesetzt werden als notwendig.

Auch UNICEF greift das Thema auf und gibt bekannt, dass 30% der britischen Kinder in stark belasteten Zonen leben. Und weltweit atmen 17 Millionen Babys unter einem Jahr die giftigen Abgase ein. Solange sich nichts ändert, werden sie damit aufwachsen müssen…

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Was kann ich dagegen tun?

Auch kleine Schritte ermöglichen eine Besserung. Jeder kann zu einer besseren Luft beitragen. UNICEF gibt Tipps:

  • Verzichten Sie auf das Auto und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder gehen Sie kurze Distanzen zu Fuß.
  • Schützen Sie sich und Ihre Kinder, indem Sie stark befahrene Straßen meiden und Wege gehen, die nicht so enorm frequentiert sind.
  • Verbreiten Sie, was Sie gerade gelesen haben und erzählen Sie Verwandten, Lehrern und Freunden davon.

Vor allem aber darf die Politik die Augen nicht verschließen und muss sich verstärkt damit auseinandersetzen.

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