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So unhygienisch sind Badeenten: Inneres voller Pilze und Bakterien

Igitt, igitt! In unserem liebsten Badespielzeug sitzen fiese Krankheitserreger, wie eine Schweizer Studie nun zeigt.

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Badeenten sind voller Keime
enviromantic / iStock

Eine heiße Badewanne mit viel Schaum ist schon etwas Feines. Die quietschgelbe Gummiente ist die obligatorische Kirsche auf der Torte. An so einem Plastiktier kann doch wohl nichts auszusetzen sein, denken Sie? Leider doch. Denn laut einer aktuellen Untersuchung spielt sich im Enten-Hohlraum gar Schauerliches ab.

Kindheitsliebe mit Pfui-Faktor

Nicht nur junge Badefreunde planschen gern mit den süßen Schwimmtieren, auch manch Erwachsener ist Fan davon. Was die Großen meist nicht tun, ist der Kleinen liebstes Hobby: Sie lassen die Enten mit Wasser volllaufen und spritzen selbiges in ihr eigenes oder das Gesicht eines Elternteils. Das wird vor allem Mama und Papa bei diesen Studienergebnissen den Mageninhalt gen Kehle treiben:

  • Das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag untersuchte das Innere von gebrauchten Badeenten.
  • Ihrer Pressemeldung ist zu entnehmen, dass sie "üppige Teppiche aus Bakterien und Pilzen" fanden.
  • Pro Quadratzentimeter Entenplastik tummeln sich zwischen 5 und 75 Millionen Zellen.
  • 60 Prozent der von Kindern verwendeten und der neuen, in Schmutzwasser getesteten Gummiteile waren Brutstätte diverser Pilze.
  • 80 Prozent enthielten potenziell krankmachende Bakterien, z.B. Legionellen oder Pseudomonas aeruginosa.

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Eawag

Credit: Eawag

Warum sind Badeenten so verkeimt?

Ob sich das Innere eines Gummitiers zur Ekel-Kammer entwickelt, hängt von zwei Faktoren ab:

  • dem Spielzeugmaterial
  • dem Badenden selbst

Das in Badewannen blubbernde Leitungswasser enthält nämlich kaum Keime, die zu einer derartigen mikrobiellen Belastung führen könnten. Vielmehr ist es das weiche Plastik, aus dem die Enten "geschnitzt" sind: Auf diesen minderwertigen Polymeren wird organischer Kohlenstoff freigesetzt – eine perfekte Nährstoffquelle für Mr. Pilz und Mrs. Bakterie. Stickstoff, Phosphor und noch mehr Bakterien werden vom Körper des badenden Menschen ins Wasser eingebracht oder stammen von Shampoos und anderen Waschutensilien: Und die Ekel-Party ist perfekt.

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Plädoyer für keimfreie Enten

Die Autoren der Studie richten das Wort nun an die Hersteller der Spieltiere. Sie fordern strengere Vorschriften für die Polymere, aus denen die Enten produziert werden. Denn vor allem Kinder sind gefährdet, sich durch das aus der Gummiente spritzende Wasser mit Krankheiten (z.B. Durchfälle) zu infizieren.

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