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Je mehr Körperfett, desto eher Brustkrebs?

Amerikanische Wissenschafter stellten fest, dass Frauen mit einem erhöhten Körperfettanteil trotz Normalgewicht eher Brustkrebs bekommen als jene mit geringerem Fettanteil.

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Brustkrebs und Körperfett
Steve Debenport / iStock

Forscher des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York untersuchten Frauen in den Wechseljahren und einem normalen BMI auf ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellten sie heuer auf der "Conference of the American Association for Cancer Research" in Texas vor.

Die originale Presseaussendung zur Studie finden Sie hier.

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Normalgewichtig und trotzdem krank

Der BMI (Body Mass Index) meint das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht. Bei der Berechnung werden allerdings weder der Fett- noch der Muskelanteil eines Menschen berücksichtigt. Für die Untersuchung der Probandinnen verwendeten die Wissenschafter die "Dual X-ray Absorptiometry". Das Verfahren erlaubt es, genaue Rückschlüsse auf den individuellen Körperfettanteil zu ziehen.

Weitere Eckdaten der Studie:

  • Grundlage: Analyse von Daten der Women’s Health Initiative (WHI), eine Beobachtungsstudie, die 16 Jahre dauerte
  • Teilnehmerinnen: 3.460 gesunde Frauen zwischen dem 50. und 79. Lebensjahr

Dass "unsichtbares", viszerales Fett einen schädigenden Effekt auf die Gesundheit hat, ist bekannt. Inwiefern ein hoher Fettanteil bei unauffälligem BMI das Risiko für Krebs erhöht, war bislang aber nicht klar.

Die neue Erhebung brachte Folgendes zutage:

  • Postmenopausale Frauen mit normalem BMI (18,5 bis 25) und erhöhtem Körperfettanteil haben ein gesteigertes Risiko für invasiven Brustkrebs.
  • Trotz eines normalen BMI ist die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs um 35 Prozent für jeden Zuwachs des Körperfetts um 5 Kilogramm erhöht.
  • Ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung dürfte damit ein verborgenes Risiko für die Bildung eines Tumors haben.

Ärzte sprechen von einem invasiven Tumor, wenn das Geschwür von seinem Entstehungssort in angrenzende Gewebestrukturen hineingewachsen ist. Darunter wird zumeist auch bösartiges Wachstum verstanden.

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So wichtig ist Bewegung

Im Rahmen der Studie stellten die Verantwortlichen überdies fest, welchen gravierenden Effekt das Bewegungsverhalten der Frauen auf ihr Krebsrisiko hat. Augenscheinlich schlanke Frauen, die keinen Sport trieben, hatten meist auch mehr eingelagertes Fett.

Das Fazit der Forscher: Frauen, die keinen Sport treiben und trotzdem, unabhängig von dem was sie essen, eine schlanke Figur halten, sollten einen Blick auf ihren Körperfettanteil werfen. Bewegung und eine ausgewogenen, nährstoffreiche Ernährung gelten als beste Methode, um den Körperfettanteil und damit das Risiko für Brustkrebs nachhaltig zu reduzieren.

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