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Studie: Schlangen & Fledermäuse als Auslöser für Coronavirus-Epidemie?

In China wird Fledermaus-Suppe als Delikatesse serviert. Könnte das Gericht die Ursache für die Ausbreitung des Coronavirus sein?

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Corono-Virus durch Fledermaussuppe ausgelöst?
bo1982 / iStock

In China breitet sich seit Wochen eine mysteriöse Lungenkrankheit aus. 876 Menschen sollen an dem Coronavirus 2019-nCoV bereits erkrankt sein. Nun suchen Wissenschafter nach der möglichen Ursache. Die erste Vermutung: Die dort beliebte Fledermaus-Suppe könnte an der Ausbreitung der Epidemie schuld sein.

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Mehr als 800 Menschen erkrankt

China greift im Moment zu extremen Maßnahmen: Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, wurde die Elf-Millionenmetropole Wuhan sowie weitere Städte abgeriegelt. Sämtliche Flug-, Bus- und Zugverbindungen wurden eingestellt. Weitere Erkrankungsfälle sind in Peking, Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und sogar in den USA bekannt. 876 Menschen haben sich mittlerweile mit dem Virus angesteckt, 26 Patienten sind gestorben.

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Wissenschafter forschen nach Auslöser

Nun untersuchen chinesische Wissenschafter die Ursache der Epidemie:

  • Dafür verglichen sie sämtliche Viren miteinander und kamen zu dem Ergebnis, dass Fledermäuse oder Schlangen das Coronavirus auf den Menschen übertragen haben.
  • Die Untersuchungsergebnisse wurden im Journal of Medical Virology und im Fachmagazin Science China Life Sciences veröffentlicht. Weitere experimentelle Studien stehen noch aus.

In China ist der Verzehr von allen möglichen Wildtieren nichts Ungewöhnliches. So ist die Fledermaus-Suppe, die besonders in Thailand gerne verzehrt wird, eine bekannte Delikatesse. Ob das Gericht für die rasche Ausbreitung des Virus verantwortlich sein könnte, muss noch analysiert werden.

Auf Twitter werden Videos und Bilder der Delikatesse verbreitet. Die Postings sind alles andere als appetitlich: 

 

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In Europa noch keine Fälle bekannt

Bislang sind keine Erkrankungsfälle in Europa bekannt. Deutsche Infektionsspezialisten schließen die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung jedoch nicht aus. Besonders am Flughafen Wien-Schwechat zeigt man sich "sehr aufmerksam". Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bisher keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen.

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