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Macht das Dschungelcamp krank?

Sind die Dschungelkandidaten in Gefahr oder ziehen sie nur eine Show ab?

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Dschungelbewohner im Camp
MG RTL D

Ein Jahr haben wir gewartet, nun ist es so weit: Wir sitzen wieder pünktlich um 22:15 Uhr vor dem Fernseher und verfolgen, wie sich diverse C- bis Z-Prominente im Dschungel zumindest verbal die Köpfe einschlagen. Ekel, Spannung und Fremdschämen gehören für uns Zuschauer dazu wie Dschungelprüfungen und die Dschungeldiät für die Kandidaten. Und jedes Mal fragen wir uns: Kann dabei ernsthaft was passieren? Wir klären darüber auf, ob die Dschungelkandidaten in Gefahr sind oder nur eine Show für die Quote abziehen.

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Ist es giftig, eklige Sachen zu essen?

Die Menüs bei der Dschungelprüfung sind mitunter ekelerregend und lösen nicht nur bei den Kandidaten selbst den Brechreiz aus:

  • Heuschrecken, Würmer oder Käfer zählen noch zur harmlosen Sorte. Die Vorstellung, lebende Insekten zu essen, mag zwar unappetitlich sein, doch immerhin enthalten sie eine Menge Nährstoffe, wenig Kohlenhydrate und treiben den Cholesterinspiegel nicht in die Höhe.
  • Grausiger geht es bei Anus, Penis, Hoden oder Augen von diversen Tieren zu, auch ein Gehirn oder ein Fuß kann schon mal dabei sein. Doch keine Sorge, die tierischen Teile sind gut erhitzt, um Infektionen auszuschließen. Sie sollen zwar eklig aussehen, aber nicht die Gesundheit oder gar das Leben der Kandidaten gefährden.
  • Getränke, wie etwa ein Kotzfrucht-Smoothie (Durian), werden laut BILD-Reportern stark mit Milch und Wasser verdünnt, sodass der Drink für die Camper genießbar wird. Fest steht: Der Gedanke, etwas Ekelhaftes zu essen, bleibt dennoch. Und dann winden wir uns wie Evelyn…

Dschungelcamp Ekelessen

Ekelprüfung

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Leiden ältere Camper unter mangelndem Komfort?

Junge Hüpfer wie Gisele Oppermann oder Felix van Deveter halten es theoretisch aus, mal auf dem Boden oder wenig zu schlafen und nicht denselben Komfort zu genießen wie zuhause. Doch wie sieht es mit Kandidaten älteren Semesters wie Tommy, Sibylle oder Peter aus, denen die Bandscheiben zu schaffen machen?

Jeder Kandidat muss vorab ein medizinisches Check-up durchführen, dazu gehören auch psychologische Gespräche. Und wer es nicht packt, dem bleibt ja immer noch der Satz: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!".

Ältere Menschen im Dschungelcamp

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Mangelerscheinungen durch Dschungeldiät?

Im Camp werden die Dschungelbewohner einer Zwangsdiät unterzogen: Nicht mehr als 70 Gramm Bohnen und 70 Gramm Reis stehen seit Tagen auf dem Speiseplan, sofern sie bei den Dschungelprüfungen keine Sterne und damit Zusatzessen ergattern. Muss Gisele Oppermann noch ein paar Mal zur Prüfung, hat das Magenknurren vorerst kein Ende. Damit nehmen die Promis nur 420 Kilokalorien zu sich. Der Hunger ist also echt.

Die Dschungeldiät ist einseitig: Nährstoffe und lebenswichtige Fette bleiben auf der Strecke, der tägliche Energiebedarf wird bei Weitem nicht gedeckt. Die Kandidaten verlieren während ihres Aufenthalts zwar einige Kilos, doch ernähren sie sich nach der Rückkehr gesund und ausgewogen, sollte die Hungerkur keine ernsthaften Probleme darstellen. Zu den Nebenwirkungen zählen neben schlechter Laune aber auch Magen- und Verdauungsprobleme wie Blähungen und Verstopfung.

 

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70 g Bohnen + 70 g Reis – Der Dschungelcamp Selbstversuch 😀 . . . #dschungelcamp#dschungelcamp2019#vegan#verrückt#nureintag#🤣

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Auf Dauer und ohne ärztliche Supervision, wie sie die Promis während ihrer Zeit im Dschungel erhalten, gefährdet die Diät aber die Gesundheit. Zudem lacht sich der Jojo-Effekt ins Fäustchen. Nicht nachmachen, bitte!

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Wie gefährlich ist der Kontakt mit Tieren?

Mitten im australischen Busch liegt der Kontakt mit giftigen und gefährlichen Tieren auf der Hand. Giftige Tiere, die sich ins Lager verirren, werden täglich eingesammelt.

Und finden sie nicht ins Lager, liegen sie bei Prüfungen in Schächten oder engen Gängen auf der Lauer. Doch auch hier wird für die Sicherheit der Kandidaten gesorgt:

  • Kommen bei der Dschungelprüfung Krokodile zum Einsatz, wird ihnen das Maul zugebunden (Tierquälerei?).
  • Kakerlaken, Würmer oder Ratten stammen aus keimfreien Zuchtbetrieben.
  • Spinnen sollen nur selten zubeißen, Skorpione selten stechen.

Angst vor der Dschungelprüfung

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Auf Medikamente verzichten?

Was, wenn ein Kandidat Medikamente benötigt? In diesem Fall versorgt der Dschungelarzt Dr. Bob (der angeblich nur ein Rettungssanitäter sein soll) die Camper mit der nötigen Medizin.

Für akute medizinische Notfälle steht ein ärztliches Team bereit; auch ins Krankenhaus wäre es zur Not nicht weit. So abgeschieden, wie das Fernsehen es uns weismacht, ist das Camp der Dschungelkandidaten nämlich nicht. Der nächste Flughafen soll 100 km entfernt sein und die Nachbarn – zivilisierte Menschen, keine wilden Tiere – gleich nebenan…

In dem Video sehen Sie das Menü der Ekel-Kantine:

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1 Kommentar

  • Anton Wiesmann sagt:

    HI
    der Fernsehzuschauer fragt sich wie viele Kameras und Regisseure etc. im Hintergrund tätig sind um die "Dschungel – Aura" darzustellen. Der Aufwand muss ziemlich groß sein. Ich war im australischen Regenwald er ist paradiesisch. Es fehlen die wunderbaren Vogelstimmen Australiens.

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