Health News

Ergebnis bei Fertigsalat-Test: "wenig appetitlich"

Kaufen Sie gerne einen Fertigsalat für unterwegs? Dann sollten Sie Ihre Kaufentscheidung in Zukunft bedenken, denn Konsumentenschützer entdeckten nun, dass diese alles andere als gesund sind.

  • Drucken
Der Konsumentenschutz warnt vor vermeintlichen Keimen im Fertigsalat aus dem Supermarkt.
joephotographer / iStock

Sie stehen im Supermarkt und möchten heute einen herzhaften Salat essen. Also wandert ein Fertigsalat plus Dressing in Ihren Einkaufswagen. Sie denken, Sie ernähren sich dadurch gesund? Das entspricht leider nicht ganz der Wahrheit, denn der oberösterreichische Konsumentenschutz entdeckte, dass 4 von 10 getesteten Produkten "wenig appetitlich" sind.

Mehr dazu: Böse Fertiggerichte

Ungenügende Testergebnisse

Die Produkttester kauften zehn fertig geschnittene und abgepackte Salate in oberösterreichischen Geschäften. Unter Einhaltung der Kühlkette wurden die Produkte in das Labor der Belan Ziviltechniker-GmbH gebracht. Dort wurden sie sensorisch, mikrobiologisch und chemisch-physikalisch untersucht.

Zwar wurden keine gefährlichen Keime wie Salmonellen oder Listerien gefunden, doch das Gesamtergebnis war trotzdem nicht zufriedenstellend. Besonders Hefen und Schimmelpilze wurden in den fertig abgepackten Salatprodukten gefunden. Diese können besonders zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

  • Vier der zehn Produkte überschritten schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) die Richt- und Warnwerte: Sie waren nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet.
  • Auch die restlichen sechs Salate lieferten nicht das beste Ergebnis, obwohl sie als einwandfrei eingestuft wurden. Hier zeigten die Proben ebenfalls einen zu hohen Anteil von Hefen und eine Probe sogar von Schimmel.

Mehr dazu: Bio: Das kaufen Österreicher im Supermarkt

Zu wenig Inhalt & falsch gekühlt

Die Konsumentenschützer erklären die Ergebnisse so: Aufgrund der Schnittstellen neigen die abgepackten Beutelsalate zu einem schnellen bakteriellen Verderb. Die optimale Kühllagerung liegt bei etwa vier Grad und wäre wesentlich für die Haltbarkeit der Produkte.

Die nach dem Kauf gemessenen Temperaturen zeigten jedoch, dass nur eine einzige Probe gut gekühlt war. Bei den restlichen Produkten lag die Temperatur zwischen 6,3 und 11,7 Grad Celsius, die die beste Voraussetzung für die Vermehrung von Keimen darstellt.

Ein einziges Produkt, ein Bio-Salatmix, hatte keine mikrobiologische Mängel. Allerdings enthielt die Probe, im Vergleich zur angegebenen Menge auf der Verpackung, einen geringeren Anteil an Frisée, eine Salatsorte mit fransigen Blättern.

Mehr dazu: 4 Kalorienfallen im Salat

Frischer Salat ist gesünder

Auch beim Vitamingehalt kann der abgepackte Salat im Gegensatz zu frischen Produkten nicht mithalten. Frischen Häuptelsalat gibt es um durchschnittlich einen Euro im Supermarkt, Beutelsalate kosten pro 100 Gramm zwischen 50 Cent und 1,69 Euro.

Für einen gesunden Verzehr von Salat gibt der Konsumentenschutz folgende Tipps:

  • Beachten Sie bei Fertigsalat, dass das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum möglichst weit weg vom Stichtag des Einkaufs liegt.
  • Transportieren Sie den Salat schnell und gekühlt nach Hause. Bewahren Sie diesen auch gekühlt auf und verzehren Sie das Produkt möglichst rasch nach dem Kauf.
  • Obwohl abgepackte Salate als essfertig vermarktet werden, sollten Sie das Produkt unbedingt vor dem Verzehr gründlich waschen.
  • Nach Ablauf des MHD sollten Sie das Produkt nicht mehr konsumieren!
  • Um einen vitaminreichen und gesunden Konsum zu gewährleisten, greifen Sie am besten zu frischen, regionalen und saisonalen Salaten.

Mehr dazu: Salat pimpen mit 7 Zutaten

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.