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Gelsenschutz: Auf DEET so gut es geht verzichten

Der in vielen Anti-Mückensprays enthaltene Stoff DEET kann zu schweren Nebenwirkungen führen.

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Frau mit grauem T-Shirt sprüht sich mit Gelsenschutzmittel ein
glisic_albina / Fotolia

Sie gehören zum Sommer wie klebrige Sonnencreme-Haut und die laue Brise am Abend: lästige Gelsen, die unsere Köpfe umkreisen und uns mit ihrem hellem Gesumme in den Wahnsinn treiben.

Um dem Ungeziefer den Stich zu verwehren, gibt es im Handel einige Gelsenschutzmittel, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat sich die gängigen Produkte angesehen und kürzlich einen Bericht zu den Ergebnissen veröffentlicht.

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Effektiv, aber gesundheitsschädlich

Häufig ist in Anti-Gelsenmittel einer oder mehrere dieser Stoffe enthalten: Diethyltoluamid (DEET), Icaridin, IR 3535, Zitronella, Lavendel und Nelke. Besonders wirkungsvoll und sogar als Malariaprophylaxe geltend, sind Präparate mit DEET. Die Chemikalie hält jedes Insekt fern, sogar Zecken rümpfen davor die "Nase". DEET hat aber den Nachteil von teilweise beträchtlichen Nebenwirkungen. Es wird über die Haut aufgenommen und kann im Körper als Nervengift wirken. Deswegen sollten vor allem Kinder, Schwangere und Stillende nicht mit Sprays oder Lotionen mit DEET in Berührung kommen.

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Harmloser und weniger geruchsintensiv sind Produkte mit Icaridin. Mittel mit diesem Inhaltsstoff zeigen sogar eine vergleichbare Wirksamkeit zu DEET und sind dabei weit weniger giftig. Produkte mit IR3535 werden schon von Kindern ab einem Jahr gut vertragen, wirken aber kürzer und weniger effektiv. Für den Grillabend im heimischen Garten sind diese Produkte jedoch ausreichend.

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Weniger Chemie, eingeschränkte Wirkung

Gelsenschutzmittel mit natürlichen Wirkstoffen wie Nelke, Lavendel oder Zitronella haben laut der Arbeiterkammer Oberösterreich eine eher geringe Effizienz. Zudem schützen selbst solche Präparate nicht gänzlich vor unerwünschten Nebenwirkungen. In Verbindung mit UV-Strahlung können zum Beispiel Allergien und Reizungen der Haut auftreten.

Was Sie beachten sollten

Greifen Sie bevorzugt zu Produkten ohne den Wirkstoff DEET. Wenn Sie weder schwanger sind, noch stillen oder ein Kind sind, sollten Sie diese Schutzmittel nur verwenden, falls es wirklich nötig ist. Zum Beispiel, wenn Sie Malaria-Gebiete bereisen. Verwenden Sie Anti-Gelsensprays immer erst 20 Minuten nach dem Auftragen von Sonnencreme. Kinder unter einem Jahr sollten gar keinen Gelsenschutzmitteln ausgesetzt werden. Schützen Sie die Kleinsten einfach mit langer Kleidung beziehungsweise dem Wechsel in insektenfreie Innenräume.

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  • Jehle- Zemela sagt:

    Meine Mutter und ihre Freundin sind jahrelang im Wald Pilze sammeln gegangen und habe sich vorab mit Autan eingetrieben. Nun haben beide, Nervenprobleme in Händen und Füßen, sprich kribbeln und Krämpfe. Meine Mutter hat schon alles untersuchen lassen, Homöopathen, Nervenärzte Akupunktur, alles mögliche, aber keiner weiß was und ein Mittel dagegen gibt es auch nicht. Woher soll man nun wissen ob es vielleicht noch mehr Opfer gibt, bzw ob es wirklich vom Autan kommt ? gibt es mich mehr Studien?

    • Selma Tahirović sagt:

      Sehr geehrte Jehle-Zemela!

      Vielen Dank für Ihr Kommentar!
      Aus rechtlichen Gründen sind wir leider nicht befugt medizinische Ratschläge zu geben. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt!

      Liebe Grüße, Ihr gesundheitstrends.com-Team