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Gewaltdelikte an Frauen nehmen zu. Was tun?

Erste Anzeichen einer Gewaltbeziehung erkennen und Hilfe suchen statt schweigen.

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Schutz vor körperlichen Übergriffen bei Frauen
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Körperliche Übergriffe, Belästigung auf offener Straße, Gewaltdelikte und Frauenmorde – erschreckende Nachrichten kursieren derzeit in den Medien. Die steigende Zahl an Belästigungen und Morden ist alarmierend. Gerade junge Frauen werden immer öfters Opfer von Tötungsdelikten; die Täter sind zumeist (ehemalige) Partner oder stammen aus dem Familien- und Bekanntenkreis. Hilfe und Unterstützung zu suchen ist eine wichtige Maßnahme, um sich vor Gewalt schützen zu können.

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Erste Anzeichen einer Gewaltbeziehung erkennen

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) nennt in einer Presseaussendung erste Anzeichen, die jungen Mädchen als Warnsignale dienen sollen.

  • Vorsicht vor Männern mit patriarchalem und frauenfeindlichem Denkmuster: Sie legen ein manipulatives und bestimmendes Verhalten an den Tag.
  • Sie neigen dazu, über Frauen zu bestimmen, sie zu erniedrigen und zu demütigen.
  • Häufig kommt noch extreme Eifersucht dazu.
  • Hellhörig sollten Frauen auch bei Drohungen wie "Ich bringe dich/mich um, wenn du dich von mir trennst."

Gleichzeitig fordert der AÖF umfassende Präventionsmaßnahmen in Schulen und Jugendeinrichtungen, um den Gewaltdelikten entgegen zu wirken.

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Nicht schweigen, sondern Hilfe suchen

  • Bereits bei einer beginnenden Gewaltbeziehung sollten Frauen die Vorkommnisse nicht beschwichtigen, sondern in die Offensive gehen und das Gespräch mit Vertrauenspersonen wie Geschwistern, Eltern oder Freunden suchen.
  • Ansprechpartner, Rat und Unterstützung finden betroffene Frauen auch unter der Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555.
  • Beweismittel wie Nachrichten oder Fotos und dokumentierte Vorfälle und Aussagen helfen der Polizei bei der Ermittlung.
  • "Ich möchte das nicht" – "Lassen Sie mich in Ruhe": Bei Bedrängnissen in der Öffentlichkeit hilft es, möglichst laut zu sagen, dass man die Berührungen oder Andeutungen nicht möchte. Gleichzeitig sollten (auch fremde) Personen im Umkreis direkt um Hilfe gebeten werden.
  • Ein kurzer Rock, aufreizende Kleidung oder das Verhalten eines Mädchens oder einer Frau sind kein Grund und keine Einladung für sexuelle Belästigung.

Anschauliche Tricks zur Selbstverteidigung sehen Sie in diesem Video:

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