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Wundheilung: Warum wird die Haut unter dem Pflaster weiß?

Bei einer Wunde, wird häufig ein Pflaster benutzt. Wenn wir dieses wieder abnehmen, ist die Haut darunter weiß und schrumpelig. Doch warum?

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Warum wird die Haut unter dem Pflaster weiß?
temmuzcan / iStock

Haben wir uns geschnitten oder aufgeschürft, verwenden wir für unsere Wunde oft ein Pflaster. Dieses schützt unsere Haut vor möglichen Bakterien oder Verschmutzungen und verhindert somit eine Infektion der Wunde. Wenn wir das Pflaster wieder abnehmen, ist unsere Haut darunter plötzlich ganz weiß und schrumpelig geworden. Doch warum passiert das und was hat es zu bedeuten?

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Täglicher Feuchtigkeitsverlust

Grund für diese Hautveränderung ist das Mikroklima, welches sich unter dem Pflaster bildet. Benützen wir Pflaster, die nicht wirklich atmungsaktiv sind, dann staut sich die Feuchtigkeit besonders an den Klebeflächen. Durch einen erhöhten Salzgehalt auf der Haut, dringt die Feuchtigkeit in die Hornschicht unserer Haut ein und lässt sie aufquellen: Dadurch bekommt die Haut eine schrumpelige, blasse und weißliche Optik.

Unser Körper gibt über unsere Schweißdrüsen ständig Feuchtigkeit ab, diese wird durch unsere Hautschichten an die (Haut-)Oberfläche transportiert. Dieser Vorgang wird als "transepidermaler Wasserverlust" (TEWL) definiert und sorgt dafür, dass wir täglich bis zu einem halben Liter Wasser über unsere Haut verlieren. Falls wir nicht gerade total verschwitzt bei unserem Workout sind, verläuft die Verdunstung der Körperfeuchtigkeit eher unbemerkt.

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Pflaster ≠ Pflaster

Hast du dich geschnitten oder verletzt, dann solltest du zuerst die Wunde mit fließendem Wasser oder Wund-Desinfektionsmittel reinigen. Die Annahme, dass Wunden an der Luft trocknen sollten, ist falsch. Diese Mythen werden durch die Tatsache, dass Verletzungen am besten in einem feuchten Wundmilieu heilen, widerlegt. Auch das Auftragen von Wundgel, kann die Heilung beschleunigen.

Bei der Wahl des Pflasters muss zwischen Universal- und Sensitiv-Pflastern unterschieden werden. (Universal-)Pflaster, die besonders gut auf der Haut haften, sind oft aus Kautschuk. Polyacrylat ist meist in Sensitiv-Pflastern enthalten, die hypoallergen und hautfreundlich sind: Außerdem lassen sie sich schmerzlos wieder ablösen.

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Pflaster richtig aufbewahren

Deine Hausapotheke sollte unterschiedliche Pflasterarten beinhalten, sowie einige spezielle Blasen-, Hühneraugen– und Sprühpflaster. Lagere deine Pflaster nicht zu warm und feucht (z.B.: Badezimmer), ansonsten kann die Klebefähigkeit darunter leiden. Kontrolliere regelmäßig das Ablaufdatum deiner Wundpflaster und tausche abgelaufene Produkte aus. Bei sterilen Pflastern ist dies besonders wichtig, da nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums keine Sterilität mehr gewährleistet ist.

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