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Das sind die häufigsten Gründe für Hodenschmerzen

Wir klären Sie über die häufigsten Gründe für die Schmerzen "down under" auf.

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Schmerzen in den Hoden können durch viele Ursachen ausgelöst werden.
Diy13 / iStock

Die Hoden (Testikel) sind die Produktionsstätte der Spermien und Hormone. Sie haben eine längliche Form und einen Durchmesser von circa drei Zentimetern. Die Testikel liegen im Hodensack (Skrotum), welcher die Testikel "hält". Der Hodensack ist stärker pigmentiert und hat viele Schweiß- und Talgdrüsen. Wenn die Testikel schmerzen, können unterschiedliche Ursachen oder Erkrankungen dahinterstecken. Wir klären Sie über die möglichen Auslöser auf.

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Der berühmte Tritt in die Eier

Viele Männer kennen den unglaublichen Schmerz, wenn sie einen "Tritt in die Eier" bekommen. Besonders an den Testikeln befinden sich viele Nervenenden, die dazu führen, dass der Betroffene einen sehr "scharfen" Schmerz wahrnimmt. Dieser kann sich bis in den gesamten Unterleib verteilen, weshalb viele Männer anschließend in Embryonalstellung auf dem Boden liegen.

  • Die Schmerzrezeptoren in den Hoden sind mit Nerven in der Magengegend sowie dem Vagusnerv, einem der größten Nerven im Gehirn, verbunden.
  • Erfolgt eine übermäßige Reizung des Vagus können Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten.

Der Tritt kann zu einer "Hodenprellung" führen, welche sich durch eine Schwellung des Hodensacks und durch ein Hämatom im Testikelbereich äußert. Die Schmerzen können bis zu mehreren Tagen anhalten, verschwinden in der Regel jedoch wieder von alleine. Das durch den Tritt freigesetzte Blut und die Lymphflüssigkeit können sich verkapseln und einen Knoten an den Hoden bilden. Bei akuten Beschwerden hilft es den Bereich zu kühlen und für ausreichend Ruhe zu sorgen.

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Entzündete Testikel

Erfolgen keine äußerlichen Traumata, können die Hodenschmerzen auch durch andere Ursachen bedingt werden. Treten plötzlich Schwellungen, Schmerzen oder Verhärtungen der Testikel auf, ist dies meist ein Warnsignal für eine Erkrankung. Betroffene nehmen oft ein Ziehen, Drücken oder Stechen in den Hoden und der Leistengegend wahr. Als häufigste nicht-akute Ursache für schmerzende Testikel, kann auch eine Hodenentzündung (Orchitis) verantwortlich sein. Sie wird durch Vieren und Bakterien ausgelöst, die sich durch Schwellung und Rötung der Hoden äußert.

Ursachen dafür können Erkrankungen wie

Die Orchitis äußert sich meist zu Beginn mit leichten, kaum wahrnehmbaren Schmerzen in den Testikel und beim Wasserlassen sowie Fieber. Um den Ursprung der Entzündung herauszufinden, wird das Ejakulat im Labor untersucht.

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Diagnose: Hodenkrebs

Neben einer Entzündung kann auch Krebs die Ursache für die Beschwerden sein. Besonders Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind von Hodenkrebs betroffen. Die Erkrankung kann sich durch eine schmerzende Vergrößerung der Testikel, Schwellung oder Knotenbildung bemerkbar machen. In späteren Stadien kommen noch

  • Bauch- und Rückenschmerzen,
  • Appetitlosigkeit,
  • Müdigkeit und Gewichtsabnahme hinzu.

Die Symptome werden von den Betroffenen oft verharmlost, trotzdem sollte so früh wie möglich ein Arzt aufgesucht werden, um das Voranschreiten des Krebses zu verhindern.

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Verdrehte Hoden

Auch nach dem Sex kann es für den Mann oft schmerzhaft werden. Erfolgt kein Samenerguss oder wird der Orgasmus gestört, können krampfhafte Schmerzen in den Hoden auftreten. Diese lösen sich meist nach ein paar Minuten oder Stunden von selbst auf.

Bei einer Hodenverdrehung (Hodentorsion) wird der Hoden und der Samenstrang um die Längsachse gedreht. Dies hat zufolge, dass die Blutzufuhr unterbrochen wird und ohne schnelle Behandlung, das Hodengewebe absterben kann. Deshalb sollte in den ersten sechs Stunden eine Operation durchgeführt werden.

Dabei können Anzeichen wie

  • rot-bläuliche Verfärbung des Testikels,
  • Übelkeit,
  • Bauchschmerzen,
  • plötzliche auftretende, heftige Schmerzen
  • Erbrechen oder Schwellungen des Hodensacks auftreten.

Auch die Operation eines Leistenbruchs, eine Sterilisation des Mannes, Krampfadern und Nierensteine können dazu führen, dass Schmerzen auftreten.

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Ab zum Urologen!

Egal, welche Beschwerden Sie wahrnehmen, die Untersuchung bei einem Mediziner kann frühzeitige Erkrankungen oder Verletzungen erkennen und eine rechtzeitige Behandlung ermöglichen.

Jeder Körper ist einzigartig und so auch das Schmerzempfinden: Trotzdem sollten Sie regelmäßig Ihren Körper auf mögliche Veränderungen untersuchen und Ihre Hoden abtasten.

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