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WHO: Jugendliche sind nur selten körperlich aktiv

Der neue Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass Kinder und Jugendliche weltweit körperlich zu wenig aktiv sind.

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Jugendliche sind bewegungsfaul
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YouTube statt Fußball, PC spielen statt Joggen: Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegt sich nur jeder fünfte Jugendliche ausreichend. Besonders zwischen den Geschlechtern sind drastische Unterschiede erkennbar.

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Österreichische Teenies sind Bewegungsmuffel

Laut WHO sollten sich Kinder und Jugendliche zumindest eine Stunde täglich bewegen. Diese Empfehlung tatsächlich einzuhalten, schaffen nur wenige. Der neue WHO-Bericht zeigt, dass sich weltweit nur ein Fünftel der 11- bis 17-jährigen täglich so viel bewegt. Für die Studie wurden Daten von 1,6 Millionen Schülern aus 146 Ländern verwendet, darunter auch Österreich.

  • Wie die medizinische Fachzeitschrift The Lancet berichtet, bewegen sich weltweit 77,8 Prozent der befragten Teenies zu wenig.
  • Davon waren 71,2 Prozent der österreichischen Buben und 84,5 Prozent der Mädchen im Jahr 2016 körperlich nicht aktiv genug. Im Vergleich zum Jahr 2001 hat sich der Wert der Buben verbessert, bei den Mädchen jedoch verschlechtert.
  • Insgesamt weisen Jugendliche aus Südkorea die höchste körperliche Inaktivität auf (94,2 Prozent). Im Vergleich dazu bewegen sich in Bangladesch nur 66,1 Prozent der Buben und Mädchen zu wenig. Dies war das beste Ergebnis der Studie.

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Smartphone, PC & Co als Übeltäter?

Die Studienautoren geben der Digitalisierung die Schuld für die mangelnde körperliche Bewegung: "Wir hatten eine elektronische Revolution, die die Bewegungsmuster von Jugendlichen offensichtlich verändert hat – und sie dazu anregt, mehr zu sitzen, weniger aktiv zu sein, mehr zu fahren, weniger zu gehen", Co-Autorin sagt Leanne Riley. Außerdem würden die Jugendlichen mehr digital spielen, anstatt in der "Offline-Welt" herumzutollen.

Zudem sei die Frage der Sicherheit in manchen Regionen oder Umfeldern ebenfalls ein ausschlaggebender Punkt für den Bewegungsmangel: "Es gibt Umfelder, in denen wird es immer gefährlicher draußen zu sein und aktiv zu bleiben. Wenn es nicht sicher genug ist, draußen zu sein, dann gehen Jugendliche auch weniger zu Fuß zur Schule oder fahren mit dem Fahrrad", erklärt Riley.

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Eine Stunde täglich ist ein Muss

Die WHO empfiehlt nicht nur Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren sich täglich eine Stunde zu bewegen, sondern fordert auch Erwachsene zu mehr körperlicher Betätigung auf. Laut dem WHO-Bericht sollten sich Erwachsene mindestens 150 Minuten wöchentlich bewegen oder zumindest 75 Minuten pro Woche sporteln.

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