Health News

Kaffee für eine gesunde Lunge?

Das ist doch mal eine gute Nachricht! Menschen mit Atemwegserkrankungen könnten vom Kaffeegenuss profitieren.

  • Drucken
Frau mit Kaffee
SrdjanPav / iStock

Ein kleiner Brauner? Ein Verlängerter? Oder ein "Tripple shot Latte, grande, mit Haselnuss-Sirup und Soja-Milch, zum Mitnehmen bitte"? Zumindest den Ostösterreichern liegt der Kaffee im Blut. Aber ob das so gesund ist? Da scheiden sich die Geister.

Immer wieder gibt es Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Kaffeetrinkens. Schließlich hat das bei den weltweit getrunkenen Mengen womöglich auch globale gesundheitliche Auswirkungen.

Schon wieder eine Kaffee-Studie!

Die aktuellste Kaffee-Studie stammt aus Portugal und untersucht, welchen Einfluss regelmäßiges Kaffeetrinken auf chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD hat. Sie werteten dazu die Studienlage in medizinischen Datenbanken aus. Insgesamt fanden sie 15 Studien, die sich mit den Effekten von Kaffee oder Koffein auf eine Vielzahl von Lungenerkrankungen beschäftigten.

Kaffeetrinker haben weniger Asthma, vielleicht aber mehr COPD

Die Datenlage zeigte:

  • Kaffeekonsum ist mit einem selteneren Vorkommen von Asthma verbunden.
  • Die Kombination von Kaffee mit natürlichem Honig ist eine wirksame Behandlung bei bestehendem Husten nach einer Infektion.
  • Es besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko für COPD im Zusammenhang mit Kaffeekonsum. [Hmmm… ob das wohl an der Zigarette zum Kaffee liegen könnte?]
  • Insgesamt fanden die Forscher aber keine Hinweise auf einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei COPD.

Sterblichkeit aufgrund von Lungenproblemen mit Kaffee geringer

Der Konsum von Kaffee ging laut der ausgewerteten Daten mit einer geringeren Sterblichkeit aufgrund von Lungenproblemen einher und eine Studie fand gar eine verbesserte Lungenfunktion bei Kaffeetrinkern. Rauchen wirkte sich in den Studien hingegen nachteilig aus.

Die Forscher fassen zusammen, dass der Konsum von Kaffee mit einigen positiven Effekten für das Atmungssystem zusammenzuhängen scheint. Die Sache ist aber ein bisschen dubios: Einerseits sind die wissenschaftlichen Nachweise schlicht noch nicht aussagekräftig genug, andererseits fehlt den Studien der vielleicht wichtigste Punkt, um sie sinnvoll vergleichen zu können. Es gab nämlich keinerlei Angaben darüber, wie viel Kaffee jeweils getrunken wurde…

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.