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Cannabis in der Schwangerschaft: Kiffen schadet Babys Gehirn

Marihuana und sein berauschender Inhaltsstoff THC werden gerne verharmlost und als der Gesundheit zuträglich dargestellt. Dabei kann Kiffen richtig schädlich sein, vor allem wenn Schwangere nicht davon lassen können.

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Schwangere kifft
Pregnant woman lighting up a cannabis cigarette

Dass Alkohol, Zigaretten und sämtliche andere Drogen einem wachsendem Baby im Bauch schaden, sollte mittlerweile wirklich jedem bekannt sein. Trotzdem ignorieren einige Frauen trotz ärztlicher Anweisung und dem Wissen um die Gefahren die vernichtenden Fakten und konsumieren ungeachtet einer Schwangerschaft alles weiter, was sie bislang gewohnt waren. Auch Kiffen ist für manche kein Tabu.

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Lebenslange Schäden am Kind

Beim Erwachsenen wirken die psychoaktiven Substanzen zumeist nur über einen gewissen Zeitraum, die körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen verschwinden nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand großteils wieder.

Beim sich entwickelnden Baby sieht das ganz anders aus:

  • Konsumiert die Mutter Marihuana während der Schwangerschaft, kann das schwere Schädigungen beim Baby nach sich ziehen.
  • Die Folgen betreffen vor allem das kindliche Gehirn.
  • Wie schlimm die Beeinträchtigungen sind, hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Gehirnentwicklung Cannabis konsumiert wurde.
  • Im ersten Trimester stehen die motorischen Funktionen sowie das Belohnungssystem im Zentrum der Entwicklung.
  • Im zweiten Trimester werden die Grundsteine der kognitiven Funktionen gelegt.
  • All diese Bereiche können durch das Rauchen von Gras irreversiblen Schaden nehmen.

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Was passiert Babys, deren Mamas kiffen?

Klar, kurz nach der Geburt merkt man dem Baby vielleicht nicht an, dass es schädlichen Substanzen ausgesetzt war. Die Probleme äußern sich erst später und zwar anhand von:

  • Sprachschwierigkeiten
  • verminderte Intelligenz
  • Konzentrationsschwäche
  • eingeschränkte Merkfähigkeit
  • motorische Störungen
  • psychologische Auffälligkeiten

THC ist schuld

Tatsächlich ist es egal, auf welchem Wege das Marihuana konsumiert wird. Ob Wasserpfeife, Zigarette oder Medikament macht keinen Unterschied. Das Gehirn des Babys reagiert nämlich auf das für den berauschenden Effekt verantwortliche THC (Tetrahydrocannabinol), das in medizinischem Cannabis genauso vorkommt wie im Hasch von der Straße:

  • THC setzt sich auf einen Hauptrezeptor im Gehirn.
  • Die Rezeptoren sind im Rahmen der Gehirnentwicklung dafür verantwortlich, dass sich die Nervenzellen richtig verbinden.
  • Da das THC diese wichtigen Rezeptoren blockiert, können essenzielle Verbindungen nicht stattfinden oder es werden falsche getätigt.

Manche Arzneimittel gegen Schwangerschaftsübelkeit enthalten THC. Diese sollten auch auf keinen Fall konsumiert werden.

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