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Eisenmangel kann zu Kopfschmerzen führen

Sie haben regelmäßig starke und wiederkehrende Kopfschmerzen? Dann sollten Sie ab zum Arzt, denn akuter Eisenmangel könnte hier der Auslöser sein.

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Regelmäßige Kopfschmerzen können durch einen niedrigen Eisenwert im Blut bedingt sein.
Deagreez / iStock

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Experten gehen davon aus, dass bis zu 70 Prozent aller Menschen zumindest einmal im Monat der Kopf dröhnt.

Kopfschmerzen als Volkskrankheit

Bei seltenen, schwachen Kopfschmerzen helfen:

  • Zumeist ein paar einfache Maßnahmen wie ein Entspannungsbad, ein kurzes Schläfchen oder ein Spaziergang an der frischen Luft.
  • Häufige und starke Kopfschmerzen jedoch stören Leistungsfähigkeit und Lebensqualität stark.
  • Laut WHO leiden in Europa etwa 3,3 Prozent an andauernden Kopfschmerzen, sie haben mehr als 15 Mal pro Monat Kopfweh.
  • Zur erfolgreichen Behandlung von chronischen Kopfschmerzen braucht es das Wissen um die Ursache.

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Wenig Eisen, viel Schmerz

Eine oft vergessene mögliche Ursache für Kopfschmerz ist Eisenmangel. Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen überhaupt, Frauen gelten als Hauptbetroffene.

Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren, verliert aber täglich 1 bis 2 Milligramm davon, das ihm durch unser Essen wieder zugeführt werden muss. Typische Symptome von Eisenmangel sind:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Haarausfall
  • brüchige Nägel
  • depressive Verstimmung
  • Kopfschmerzen

Meist beginnen die Symptome schleichend. Viele leben lange mit einem unentdeckten Eisenmangel und dem damit verbundenen Kopfschmerz. Einzige Möglichkeit der Linderung ist der Ausgleich des Mangels durch verordnete Tabletten oder Eiseninfusionen.

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Wie viel Eisen fließt durch Ihre Adern?

Falls Sie öfter an unerklärlichem Kopfschmerz leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Dieser kann anhand eine Blutabnahme feststellen, wie gut Ihr Körper mit Eisen versorgt ist. Hier können Sie außerdem einen Eisen-Selbsttest machen, um Ihr persönliches Risiko einzuordnen.
  • "Ein Eisenmangel ist durch die Auswertung der entsprechenden Blutwerte rasch feststellbar", erklärt Dr. Darius Chovghi vom Eisenzentrum Salzburg.

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So wird ein Eisenmangel behandelt

So unkompliziert wie die Diagnose eines Eisenmangels, ist auch dessen Behandlung:

  • Durch die Nahrung ist es nur selten möglich, die benötigte Menge Eisen zum Wiederauffüllen der Speicher zuzuführen, weil die Aufnahme aus dem Darm sehr limitiert ist.
  • Etwas besser behandelt werden kann ein Eisenmangel durch Eisentabletten, -kapseln oder -säfte.
  • Die Präparate gelangen nach dem Schlucken in den Magen, wo das Eisen über die Schleimhaut des Verdauungstraktes aufgenommen wird.
  • Die Einnahme muss über mehrere Wochen bis Monate erfolgen.

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Vorteile der Infusion

Die Einnahme von Eisentabletten erfordert Geduld und Sorgfalt von Seiten des Betroffenen. Nicht immer klappt die Aufnahme über den Darm, zum Beispiel bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.

  • Laut Dr. Chovghi muss eine Eisentherapie den individuellen Anforderungen und Bedürfnissen des Patienten angepasst werden. Infusionen wirken am besten und schnellsten, um den Mangel zu beheben.
  • Wie oft die Behandlung wiederholt werden soll und wie lange sie dauert, kommt auf das Eisen-Präparat und die Ausprägung des Eisenmangels an.

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