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Masern: Die Quittung für die Impfgegner

Masern breiten sich immer mehr aus, eine Infektion kann tödlich enden. Mitschuld an den steigenden Erkrankungszahlen sind Impfgegner.

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Masern
parinyabinsuk / Unsplash

Alternative Einstellungen und Lebensweisen haben alle ihre Berechtigung, solange die Allgemeinheit bzw. das Leben eines Menschen dadurch nicht gefährdet wird. Sich selbst und seine Kinder bewusst nicht gegen eine tödliche Krankheit impfen zu lassen, ist so eine Entscheidung, die schlimme Folgen haben kann und aufgrund der schwindenden Herdenimmunität auch andere als nur die eigene Familie betrifft.

Die Impfskepsis hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Das spiegeln im Moment die Masern-Erkrankungszahlen wider:

In der WHO-Region Europa wurden bis Dezember 2018 fast

  • 60.000 Masernfälle und
  • mindestens 64 Todesfälle registriert.

Masern breiten sich aus

Zum Vergleich: 2017 erkrankten in Europa 23.927, 2016 nur 5.273. Besonders schlimm traf es dieses Jahr die Bevölkerung der Ukraine. 23.000 Krankheitsfälle gab es dort, hauptsächlich durch das Fehlen regelmäßiger Impfungen.

1 von 1.000 Patienten stirbt an der Krankheit. Bei 20 von 100 Fällen treten teils schwerwiegende Komplikationen auf.

Durchimpfungsrate von 95% nötig

Wer sich bzw. seine Kinder nicht gegen Masern impfen lässt, riskiert nicht nur eine folgenschwere Ansteckung mit Masern, sondern gefährdet auch andere. Eine hohe Durchimpfungsrate ist unerlässlich, um die zu schützen, die nicht geimpft werden können. Das sind:

  • Säuglinge
  • Krebspatienten
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Masern haben den Ruf einer harmlosen Kinderkrankheit; das ist ein fataler Irrglaube. Erwachsene erkranken genauso wie Kinder und von harmlos kann ganz und gar nicht die Rede sein.

Mehr dazu: Masern in der Schwangerschaft

Tödliche Gehirnentzündung

Im schlimmsten Fall kommt es zu einer chronischen Gehirnentzündung (SSPE), die sechs bis acht Jahre später nach der Infektion auftreten kann und immer tödlich verläuft. Die Leidtragenden sind zumeist Kinder, die vor ihrem 2. Lebensjahr mit Masern angesteckt wurden.

Die Krankheit kann nur symptomatisch behandelt werden, die Impfung gilt als einzige Möglichkeit sich zu schützen. Dass eine durchgemachte Masernerkrankung das Immunsystem stärkt, ist übrigens Blödsinn.

Impfung gegen Masern

  • Die Zweifachimpfung kann ab dem 10. Lebensmonat erfolgen.
  • Eine Nachimpfung ist zu jedem Zeitpunkt möglich.
  • Die Impfung wird sehr gut vertragen, gelegentlich kommt es zu lokalen Reaktionen (Rötung, Schwellung) an der Einstichstelle.
  • Alle empfohlenen Impfungen für jedes Lebensalter finden Sie hier.

Mehr dazu: West-Nil-Virus in Italien

letztes Update:

12 Kommentare

  • Jochen Happel sagt:

    Absolute Panikmache! Das Risiko bei Masernerkrankung ist in etwa so groß wie das Impfrisiko.

    • Friederike sagt:

      Bitte um wissenschaftlich belegte Quellenangabe für den Inhalt dieses absolut unseriösen Kommentars! Masern sind gefährlich. Impfgegner bringen nicht nur sich selbst sondern andere, auch/besonders Babies(!!!), in Gefahr.

  • Kerstin sagt:

    Das Bild zeigt Windpocken…keine Masern….

  • Olaf Schubert sagt:

    So ein Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört.
    Die Hälfte der Leute die Angesteckt wurden war geimpft.
    Erklärt mal das?
    Panikmache ohne Hintergrund Wissen.

  • Bienchen sagt:

    So ein schlechter Beitrag. Nur für dumme die keine Ahnung haben. Impfwerbung!!!
    Und dann noch ein Foto mit Windpocken und nicht mit Masern.
    Wie viele der Erkrankten davon geimpft waren, wäre mal interessant, wahrscheinlich 70% mindestens.Und wie viele Menschen täglich in Deutschland sterben wegen Ärztepfusch und an Medikamenten,das wird unter den Tisch gekehrt,aber wegen masern so einen Hype machen.Aber ist ja jedes Jahr um die Jahreszeit so,als nächstes kommt dann Panikmache vor FSME und Impfwerbung dafür.

  • Michael Bäumer sagt:

    Zum Impfthema empfehle ich diese Seite:
    https://www.individuelle-impfentscheidung.de

    • Markus Sauschlager sagt:

      Sehr schön! Am besten die Liste der Mitglieder-Ärzte gleich an das BAG übermitteln und die Approbation wegen Gemeingefährdung entziehen lassen.

  • Uwe Brandweiner sagt:

    Sehr guter Beitrag und wie immer die einschlägigen Kommentare von Leuten die zwar vom Herdenschutz der Geimpften profitieren aber zu egoistisch und zu fakten-resistent sind, selbst einen Beitrag dazu zu liefern.

  • T. sagt:

    Bei dem Bild mit dem Arm handelt es sich wohl um eine Maserninfektion. Das Bild mit dem Baby (Facebook)eher kaum. Nichts desto trotz liebe Laien/Impfgegner sind verstorbene Babies nicht nur "Panikmache" sondern eine Tragödie! Dies ist aufgrund von den zahlreichen Lügen von Impfgegnern und deren Manipulation zurückzuführen.
    Heutzutage wird einem Laien, der sein Halbwissen aus unseriösen Foren/Internetquellen bezieht glaubwürdiger als Ärzte und Spezialisten.
    Und Nein ich werde als Arzt nicht von der bösen Pharmaindustrie bezahlt, sondern sorge mich um das Wohl der Gesellschaft.

    • Konstantin sagt:

      Dann wiederleg doch bitte mal einen der Kommentare mit Fakten….
      Studien die von der Pharma finanziert wurden halte ich auch für sehr fragwürdig.
      Das Masern bei falscher Behandlung, schlechten hygienischen Bedienungen etc eine höhere Wahrscheinlichkeit eines schlechteren Verlaufes haben ist wohl jedem klar.
      Leider treffen Aussagen wie Sie, meist Personen die sich mit dem Thema eher wenig oder gar nicht auseinandergesetzt haben.
      Jede Eltern die ihr Kind nicht impfen, wollen. Nur das beste für ihr Kind und sind, wie meine Erfahrung zeigt höchst informiert… denn keiner will sein Kind irgendeiner unnötigen Gefahr aussetzten. Zudem sind Impfverweigerer meist aus grbildeten sozialen Schichten die nicht alles glauben, Verantwortung übernehmen und hinterfragen.
      Ärzte die in ihrer Ausbildung nur einen sehr sehr kleinen Abschnitt zum Thema Impfen und Immunität durchlafen, meist sich such zu dem Thema nicht weiter bilden, an jeder Impfung Geld verdienen, keine korrekte Impfsufklärung leisten, halte ich auch für teils fragwürdig.
      Sprich doch mal mit Menschen die anerkannte Impfschäden haben, welche Tortur sie durchmachen mussten um dies zu erreichen.
      Herdenimmunität ist such eine tolle Aussage die mitbringen bisschen Recherche Wiederkehr werden kann.
      Also hören Sie bitte auf mit ihrem Halbwissen über Menschen zu urteilen die wie mir scheint im Gegensatz zu Ihnen Verantwortung übernehmen und ihrem Arzt und der Pharma nicht hörig sind.
      Die Vergangenheit zeigt dich schon sehr aussagekräftig wie sicher impfen wirklich ist.

  • Andreas Teubl-Wiesner sagt:

    Und wer ist dann schuld, falls ein Kind die Impfung nicht verträgt und es zu Komplikationen kommt? Es hat auch schon todesfälle bei Impfungen gegeben.. wer ist dann für diese verantwortlich ? Der verschreibende Arzt ? Der pharmakonzern ? Oder die Impfbefürworter ?

  • Franka Lange sagt:

    Komischer Weise steigen die Masern-Erkrankungen ausgerechnet in den Ländern auf das 6fache gegenüber Deutschland an, in denen nun seit spätestens Jan.2018 eine Impfpflicht besteht. In Deutschland gab es 2002 die rückzählend höchste Zahl an Infizierten, als es leider wegen fehlender Internetforen noch wenige Impfgegner gab.

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