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Studie: Erhöhen 3 Tassen Kaffee täglich das Migränerisiko?

Forscher fanden heraus, dass ein erhöhter Kaffeekonsum das Migränerisiko steigern kann.

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Fördert Kaffee das Auftreten von Migräne?
dima_sidelnikov / iStock

Trinken Sie Kaffee oder Tee und greifen häufig zu koffeinhaltigen Getränken, um Kopfschmerzen- und Migräne-Symptome zu lindern? Dann könnte die nachfolgende Studie Ihren Konsum etwas drosseln: Laut israelischen Forschern können drei Tassen Kaffee oder Tee pro Tag Migräneanfälle sogar auslösen.

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Kaffee & Tee als Migräneauslöser?

Jährlich erkranken rund eine Milliarde Menschen weltweit an Migräne. Der starke Kopfschmerz wird häufig durch Wetterschwankungen, Schlafstörungen und Ernährungsumstellungen ausgelöst. Obwohl einige auf Kaffee als Heilmittel gegen die Schmerzen setzen, könnte das enthaltene Koffein sogar die Kopfschmerzen verstärken. Laut Forschern des Beth Israel Deaconess Medical Center und der Harvard University können drei oder mehr Tassen eines koffeinhaltigen Getränks (Kaffee, Tee, etc.) pro Tag mit Kopfschmerzen oder Migräne zusammenhängen.

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Online-Tagebuch als Schlüsselerkenntnis

Für die Studie befragten die Forscher 98 Migränepatienten (86 Frauen, 12 Männer) im Alter von durchschnittlich 35 Jahren. In einem Online-Tagebuch sollten die Probanden ihren täglichen Kaffeekonsum, mögliche Migräne-Trigger wie Stress, Schlafstörungen oder die Monatsblutung bei Frauen sowie ihre Migräneanfälle festhalten. Nach dem sechswöchigen Untersuchungszeitraum verglichen die Wissenschafter die Häufigkeit der Migräneanfälle im Zusammenhang mit dem Konsum der koffeinhaltigen Getränke.

  • Vor der Untersuchung hatten die Probanden durchschnittlich fünf Migräneanfälle pro Monat. 66 Prozent der Teilnehmer tranken in der Regel ein bis zwei koffeinhaltige Getränke pro Tag, 12 Prozent drei oder mehr.
  • Während dem sechswöchigen Untersuchungszeitraum litten die Migränepatienten durchschnittlich 8,4 Mal an Kopfschmerzen und tranken durchschnittlich 7,9 Tassen koffeinhaltiger Getränke pro Woche.

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Weitere Studien ausständig

Die Gesamtergebnisse der Studie zeigen, dass Koffein das Migränerisiko erst nach drei oder mehr Portionen erhöht. "Basierend auf unserer Studie scheint das Trinken von ein oder zwei koffeinhaltigen Getränken täglich nicht mit der Entwicklung eines Migräne-Kopfschmerzes verbunden zu sein, jedoch können drei oder mehr Tassen das Risiko steigern", erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky.

Dennoch wurden unterschiedliche Ergebnisse bei Frauen, die orale Verhütungsmittel wie die Pille verwendeten, beobachtet. Zudem könnte auch der große Unterschied zwischen den Geschlechtern ein zu unsicheres Kriterium für stichhaltige Beweise sein. Die Wissenschafter sind deshalb auch der Meinung, dass dazu weitere Untersuchungen nötig sind. In zukünftigen Studien möchte man sich mit dem Zusammenhang zwischen Migräne-Symptomen und Risikofaktoren wie Schlaf- und Angststörungen auseinandersetzen.

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