Health News

Nach dem Kaffee müder als davor?

Wenn die wachmachende Wirkung von Espresso, Melange & Co ausbleibt, können folgende Gründe dahinterstecken.

  • Drucken
Kaffee macht nicht wach
Minerva Studio / iStock

"Du bist müde? Dann trink einen Kaffee!" Das schwarze Heißgetränk gilt als das legale Aufputschmittel schlechthin. So mancher kommt ohne Kaffee morgens erst gar nicht in die Gänge. Immer mehr Menschen berichten allerdings von einem gegenteiligen Effekt: Sie werden nach einem Käffchen noch müder. Das sind die Gründe dafür, wenn der Kaffee seine Wirkung verfehlt.

Mehr dazu: So wird Ihr Morgenkaffee gesünder

Grund 1: Sie schlafen nicht genug

Der stärkste und beste Kaffee der Welt hilft nicht, wenn sein Trinker zu wenig Nachtruhe hatte. Das bestätigen sogar Studien. Eine kam zu dem Schluss, dass schon drei aufeinanderfolgende Nächte mit weniger als 5 Stunden Schlaf den Kaffee nutzlos machen.

Die Lösung:

  • Machen Sie erholsamen Nachtschlaf zu Ihrer Priorität.
  • 7-8 Stunden sollten es sein.
  • Dann fungiert der kleine Schwarze auch wieder als Turbo für Körper und Geist.

Mehr dazu: Schlafmangel macht betrunken

Grund 2: Sie trinken zu wenig Wasser

Während man früher dachte, dass Kaffee den Körper austrocknet, so ist man sich heute dessen nicht mehr sicher: Manche sehen ihn als Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung, andere glauben immer noch fest an die austrocknende Wirkung.

Aber was hat das mit der Wirkung von Kaffee zu tun?

  • Unabhängig davon, ob wir durch den Kaffeegenuss nun dehydrieren oder nicht, Koffein kann nicht richtig wirken, wenn wir nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind.
  • Fakt ist nämlich, dass Kaffee harntreibend wirkt. Das kann den Flüssigkeitshaushalt durcheinander bringen und den Kreislauf schwächen, wenn wir nicht genug Wasser getrunken haben.
  • Halten Sie sich an den Usus von Kaffeehäusern und trinken Sie zu jedem Kaffee auch ein Glas Wasser.

Mehr dazu: Trinken Sie genug Wasser?

Grund 3: Adenosin stört das Koffein

Haben Sie schon von Adenosin gehört? Unser Organismus stellt es her, wenn wir Ruhe brauchen oder uns sehr angestrengt haben. Es teilt dem Nervensystem mit, dass es zur Ruhe kommen soll und senkt den Blutdruck. Adenosin gilt als Gegenspieler von Koffein. Haben wir zu viel davon in uns, dann hat der Kaffee als Aufputscher keine Chance. Das passiert vor allem dann, wenn Sie täglich hohe Dosen konsumieren und das Koffein die Adenosin-Rezeptoren besetzt. Der Körper stellt daraufhin neue Rezeptoren für das Adenosin her. Die Folge: Wir sind müde, der Kaffee wirkt nicht.

Was tun?

  • Reduzieren Sie den Kaffee für ein paar Tage.
  • Der Adenosin-Haushalt kann sich so wieder regenerieren.
  • Ab 1000 mg Koffein kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.
  • Bis zu 400 mg (etwa 4 Tassen Kaffee) gelten als unbedenklich.

Mehr dazu: 7 Muntermacher-Tricks

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.