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Studie: Pflanzennahrung stärkt das Herz

Ein amerikanisches Forscherteam entdeckte, dass pflanzliche Ernährung das Herzsuffizienzrisiko senken kann.

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Wissenschafter entdeckten, dass eine Ernährungsweise, die hauptsächlich aus Obst, Gemüse und Fisch besteht, vor einem Herzversagen schützen kann.
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Ein Forscherteam um Dr. Kyla Lara der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, entdeckte, dass Ernährung, die sich besonders auf Obst, Gemüse und Fisch stützt, die Herzgesundheit stark fördern kann. Im Vergleich dazu, raten die Experten eine fett- und zuckerreiche Ernährungsweise zu vermeiden. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal des American College of Cardiology veröffentlicht.

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Was ist eine Herzinsuffizienz?

Im Falle einer Herzinsuffizienz ist der Herzmuskel stark geschwächt, wodurch das Blut nicht mehr richtig durch den Körper gepumpt werden kann. Infolgedessen werden die restlichen Organe nicht mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Das Herz ist somit nicht mehr in der Lage, lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge im Körper zu unterstützen. Circa 26 Millionen Menschen weltweit leiden an Herzinsuffizienz, sodass Experten die Krankheit als "globale Pandemie" bezeichnen.

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363 Teilnehmer wurden herzinsuffizient

Für die amerikanische Studie analysierten die Wissenschafter die Zusammenhänge zwischen fünf Ernährungsweisen und dem Risiko von Herzinsuffizienz. Dafür wurden 16.000 Menschen ohne bekannte Herzerkrankungen untersucht, die durchschnittlich 45 Jahre alt waren.

Die Probanden beantworteten eine Umfrage mit 107 aufgelisteten Lebensmitteln. Nach Auswertung der Antworten teilten die Forscher die Testpersonen nach Ernährungsweisen auf:

  • "Südlich": Probanden konsumieren viel gebratene Nahrung, verarbeitetes Fleisch, zugesetzte Fette und zuckerhaltige Getränke.
  • "Bequem": Im Speiseplan der Teilnehmer befinden sich viel Fleisch, Pizza, Pasta und Fast Food.
  • "Salat/Alkohol": Probanden essen vermehrt Blattgemüse mit Salatdressing und konsumieren auch Wein, Bier und Spirituosen.
  • "Pflanzlich": Die Befragten ernähren sich hauptsächlich von Obst, Gemüse und Fisch.
  • "Süß": Die Teilnehmer essen viel Zucker, Brot und Nachspeisen.

Die Probanden wurden für circa 9 Jahre beobachtet: In dieser Zeit mussten 363 Teilnehmer erstmals ins Krankenhaus aufgrund von Herzinsuffizienz.

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Pflanzennahrung senkt Risiko für Herzerkrankungen

Die Studienergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit der "südlichen" Ernährungsweise ein um 72 Prozent erhöhtes Risiko für die Herzkrankheit aufwies. Dieses Essverhalten vermehrt unter anderem das Bauchfett und steigert die Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit: Diese Umstände fördern, laut den Forschen, ebenfalls das Herzinsuffizienzrisiko. Teilnehmer, die eine "pflanzliche" Ernährungsweise bevorzugten, zeigten ein 41 Prozent niedrigeres Risiko für Krankenhausaufenthalte durch Herzprobleme.

Bei den restlichen drei Ernährungsweisen wurde kein signifikanter Zusammenhang mit Herzinsuffizienz entdeckt. Trotzdem befürchten die Wissenschafter, dass ihre Ergebnisse zum Teil verfälscht sind, da das Essverhalten der Probanden nur zu Studienbeginn beobachtet wurde. Demnach könnten sich die Essgewohnheiten der Teilnehmer im Laufe der Jahre verändert haben.

Die Experten sind sich dennoch sicher, dass eine obst-, gemüse- und fischlastigeErnährungsweise zur Senkung des Herzerkrankungsrisikos beiträgt.

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