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Warum Plastik so schädlich ist und wie du deinen Plastikmüll reduzieren kannst

Plastik ist allgegenwärtig, daher ist es nicht leicht, den Kunststoff aus dem Alltag zu verbannen. Aber auch nicht unmöglich.

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Plastikmüll reduzieren
Imgorthand / iStock

Wer genauer hinsieht, merkt schnell: Plastik ist in unserem Alltag überall und allgegenwärtig. Doch warum ist es so schlecht? Wir liefern Antworten und noch dazu 10 Tipps, wie du Plastik aus deinem Alltag verbannst.

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Warum ist Plastik eigentlich so schädlich?

Plastik ist in aller Munde und mittlerweile zum Feindbild mutiert – zu Recht! Denn Plastik gefährdet unsere Gesundheit und hinterlässt einen riesigen ökologischen Fußabdruck. So sehr der Kunststoff zu Beginn noch als industrielle Errungenschaft hoch gelobt wurde, so sehr wird er heute kritisiert. Die für die Herstellung verwendeten Chemikalien wie Bisphenol-A (BPA), Weichmacher (Phtalate), Polyvinylchlorid (PVC) oder Polycarbonat (PC) schaden Mensch, Tier und Umwelt.

Plastik hat eine hohe Halbwertszeit; eine Plastikflasche braucht circa 450 Jahre für den Abbau. Plastik löst sich nicht einfach in Luft auf sondern es zerfällt mit der Zeit in winzige Teile. Das sogenannte Mikroplastik landet in der Erde, im Meer und gelangt so auch über Lebensmittel oder Kosmetik in den menschlichen Organismus. Tiere, die den Kunststoff aufnehmen, verenden qualvoll an ihren mit Plastik gefüllten Mägen.

Mehr dazu: Mikroplastik: Der Umwelt-Killer im Peeling

Gesundheitliche Schäden durch Plastik

Plastik verursacht zahlreiche Gesundheitsschäden:

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7 Tipps, wie du Plastikmüll reduzierst

Plastik ist beinahe überall drin und drauf. Und gerade deshalb ist es auch so schwierig, im Alltag darauf zu verzichten. Aber es ist auch nicht unmöglich. Bereits mit kleinen Gesten können wir dazu beitragen, Plastikmüll zu reduzieren.

  • Körperpflege: Verwende feste Seifen statt Duschgel und Haarshampoo und verzichte auch auf den Plastik-Seifenspender. Kaufe keine Peelings mit Mikroplastik-Partikeln und achte  bei den Produkten auf eine umweltfreundliche Verpackung.
  • Trinkverhalten: Führe immer deine eigene Trinkflasche mit – das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Geldbörse. Trinke  Leitungswasser statt Mineralwasser und lasse dir den Kaffee in deinen eigenen, wiederverwendbaren To-go-Becher füllen.
  • Einkaufen: Gewöhne dir an, stets Stoffsackerl bei dir zu haben, um keine Sackerl aus Plastik kaufen zu müssen. Und wenn dir doch mal ein Plastiksackerl unterkommt, verwenden es wieder, zum Beispiel als Schmutz- oder Schuhsack auf Reisen oder für den Transport von nasser Badekleidung. Kaufe keine Produkte, die unnötig oft verpackt sind. Kurioserweise ist gerade Bio-Gemüse oft in Plastik verpackt (damit Bio-Produkte nicht mit Pestiziden kontaminiert werden). Kaufe regionale Produkte im Hofladen, auf dem Markt oder im Bio-Supermarkt. Ein Gemüsenetz sieht nicht nur cool aus, sondern erspart Extra-Sackerl (falle auch nicht auf Bioplastik-Sackerl herein, denn diese sind ebenso schwer abbaubar).
  • Küche: Koche selbst und verzichte auf verpackte Fertiggerichte, die ohnehin ungesund sind. Kaufe auch kein Gebäck zum Aufbacken sondern hole es frisch vom Bäcker.
  • Unterwegs: Die Umwelt geht uns alle an. Nehme daher Müll, der dir beim Spaziergang im Wald oder am Strand auffällt, mit und entsorge ihn in der Mülltonne. Das geht auch in Kombination mit Sport.
  • Kinder: Verzichte auch im Kinderzimmer weitgehend auf Plastik und setze auf Holzspielzeug. Reduziere den Verbrauch von Feuchttüchern, indem du den Babypo zumindest Zuhause mit Wasser säuberst.
  • Wegwerfen: Werfe so wenig wie möglich weg, sondern verkaufe alte Dinge im Internet oder auf dem Flohmarkt. Oder du könntest noch etwas daraus basteln? Online kursieren viele Inspirationen zum Thema Upcycling.

Mehr dazu: Veränderungen leichter durchziehen

Kreative Upcycling-Ideen gibt es in diesem Video zu sehen:

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