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Proteinverdünnung: Zunehmen wegen zu wenig Protein im Essen

Haben Sie schon von "Proteinverdünnung" gehört? Sie soll dafür verantwortlich sein, dass Übergewicht weltweit grassiert wie nie zuvor.

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Zu wenig Protein im Essen
igor_kell / iStock

Wir wissen: Wenn es um eine Gewichtszu- oder -abnahme geht, zählen hauptsächlich die aufgenommenen Kalorien. Wir nehmen ab, egal, ob wir 1.200 Kalorien in Schokolade oder in gesunder Mischkost essen. Ersteres würde auf Dauer aber krank machen, weil die nötigen Nährstoffe fehlen.

Einige Wissenschafter wenden sich nun von obiger Theorie ab: Sie glauben, dass nicht zu viele Kalorien, sondern die sogenannte "Proteinverdünnung" schuld am Übergewichtsproblem vieler Menschen ist. Aber was meint der Begriff und was steckt dahinter?

Mehr dazu: 5 Anzeichen für zu viel Eiweiß

Besser satt mit Proteinen

Für unser Sättigungsgefühl macht es einen Unterschied, ob die Mahlzeit hauptsächlich Fett und Kohlenhydrate oder einen nennenswerten Anteil an Eiweiß enthält. Wir werden von einer proteinreichen Speise vermutlich weniger brauchen als von der anderen. Wir nehmen weniger Kalorien auf, halten unser Gewicht oder nehmen ab.

Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von der Proteinverdünnung, die vor allem bei Fertigprodukten ein Problem sei:

  • Wer vorwiegend Fertiges wie TK-Pizza, Chips und Süßes zu sich nimmt, "verdünnt" den Proteingehalt seiner Ernährung auf Dauer beträchtlich.
  • Die darin steckenden Fette und Zucker sättigen schlechter und kürzer.
  • Fett ist folglich nicht das wesentlichste Problem, sondern der zu niedrige Eiweißanteil der Lebensmittel.

Das bedeutet: Bei einer Ernährung mit einem höheren Proteinanteil haben wir weniger Hunger, nehmen weniger Kalorien auf und sind trotzdem satt.

Mehr dazu: Anzeichen für einen Eiweißmangel

Auch Ballaststoffe sind wichtig

Unabdingbar sind laut Forscher außerdem Ballaststoffe aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten (Lebensmittel tierischen Ursprungs haben so gut wie keine Ballaststoffe). Diese sorgen überdies für eine gute Verdauung, einen niedrigeren Blutzucker- und Cholesterinspiegel.

Lebensmittel mit hohem Protein- und Ballaststoffanteil:

Ausgewogen und nährstoffreich

Der Proteinverdünnung wirken wir am besten entgegen, wenn wir unverarbeitete Produkte zu uns nehmen und auf hochwertige Eiweißquellen achten. Denn das Phänomen lauert wie erwähnt vor allem in ungesunder Fertignahrung.

Wie Sie Ihren Speiseplan nicht nur figurfreundlich, sondern auch förderlich für Ihre Gesundheit gestalten, lesen Sie hier.

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