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Salz: Gesund UND ungesund?

Wie, Salz ist doch gesund? Kanadische Forscher warnen nun von einem Zuwenig an Natrium.

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Salz ist doch gesund
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Wir brauchen Salz, um existieren zu können. Aber zu viel darf es nicht sein, davon warnen Ärzte und Ernährungsexperten immer wieder. Allerdings kann auch ein Salzmangel das Risiko für gewisse Krankheiten erhöhen und sogar für einen früheren Tod verantwortlich sein, wie Wissenschafter aus Kanada nun bestätigten. Die Resultate publizierten Sie nun im Fachjournal "The Lancet"Welche Mengen an Salz Sie nun wirklich brauchen und bedenkenlos essen können, erfahren Sie hier. 

Mehr dazu: Anzeichen für zu salzreiche Ernährung

Ist salzarm essen doch nicht gesund?

  • Eine Studie aus Kanada ergab, dass viel Salz essen weniger schädlich ist als gedacht.
  • Wer hingegen zu wenig Salz aufnimmt, kann dadurch seine Lebenserwartung verkürzen.
  • Die Forscher halten aufgrund der Ergebnisse die Empfehlungen für Salzkonsum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für veraltet.
  • Statt den geratenen 5 g pro Tag (5 g Kochsalz enthalten etwa 2 g Natrium), seien sogar bis zu 12 g täglich tolerabel. Das sind etwas weniger als 2,5 Teelöffel Kochsalz.

Wenn Salz krank macht

Die Wissenschafter nahmen mehr als 90.000 Probanden über einen Zeitraum von 8 Jahren unter die Lupe und untersuchten, inwiefern sich der individuelle Salzkonsum auf ihre Gesundheit auswirkt. Genauer gesagt wollten sie wissen, ob das Salz das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Der gängigen Lehrmeinung nach führt Salz nämlich zu einer Erhöhung des Blutdrucks, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert:

  • In der Studie zeigte sich, dass in Ländern mit einem Natriumkonsum von über 5 g täglich Fälle von Bluthochdruck und Schlaganfall häufiger auftreten.
  • Das ist vor allem in China der Fall, wo im Schnitt 6 g konsumiert werden. Schuld ist dort der großzügige Gebrauch von Sojasauce.
  • Andere Länder, in denen ungefähr 4 g Natrium pro Tag aufgenommen werden, verzeichneten keine gesundheitlichen Folgen durch den Salzverzehr.

Die Forscher schließen daraus, dass jene, die ohnehin normale Mengen an Salz zu sich nehmen, den Konsum nicht reduzieren müssen, um ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

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Warum kann zu wenig Salz schädlich sein?

Aus der Studie gingen außerdem diese Ergebnisse hervor:

  • Wer zu wenig Salz ist, bekommt eher einen Herzinfarkt und weist dadurch eine erhöhte Sterblichkeitsrate auf.
  • Herz, Zellmembranen und die Muskeln brauchen ausreichend Natrium, um richtig funktionieren zu können.
  • Ein Natriummangel kann vor allem bei Durchfall problematisch werden.

Jodversorgung durch Salz

Menschen, die ihren Salzkonsum stark einschränken, laufen überdies Gefahr, einen Jodmangel zu entwickeln. Jod ist essenziell für eine gesunde Schilddrüse, ohne das Spurenelement kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln.

Fazit: Salzen Sie mit Maß und Ziel. Weder übermäßiger noch gar kein Konsum von Salz ist gesund. Wie meistens erweist der Mittelweg als der richtige Weg…

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