Health News

Wir haben es immer schon gewusst: Schlafen macht glücklich

…oder zumindest weniger unglücklich: Eine britische Studie hat sich mit den Auswirkungen des Schlafs auf die psychische Gesundheit auseinandergesetzt. Das Ergebnis: Ab ins Bett!

  • Drucken
Schlafen macht glücklich
g-stockstudio / iStock

Wer (zu) wenig schläft, ist eine tickende Zeitbombe. Das kennt jeder, der selber schon schlaflose Nächte hinter sich hat: Wir nehmen uns harmlose Widernisse des Alltags mehr zu Herzen, bereits Kleinigkeiten bringen uns auf die Palme…
Kurz: Wir haben es immer schon gewusst. Schlaf und psychisches Gleichgewicht sind eng miteinander verknüpft.

Welch starke Auswirkungen der Schlaf tatsächlich auf unsere seelische Gesundheit hat, haben nun Wissenschafter der Universität Glasgow erforscht.

Mehr dazu: Wie viel Schlaf ist gesund?

Der zirkadiane Rhythmus und wir

Die Störung des Schlafes und der zirkadianen Rhythmik ist eines der wesentlichsten Merkmale von Gemütsstörungen und könnte – so die Prämisse der Studie – mit einer erhöhten Anfälligkeit für ebensolche Störungen verbunden sein. Untersucht wurden daher Zusammenhänge zwischen objektiv bewerteter zirkadianer Rhythmik und dem mentalen Gesundheits- und Zufriedenheitszustand.

  • 91.000 Briten im Alter von 37 bis 73 Jahren wurden mit einem Beschleunigungsmesser am Handgelenk ausgestattet, der ihre Aktivitäten 7 Tage lang aufzeichnete.
  • Aus den gewonnenen Daten ließ sich ableiten, wie stark der körpereigene Rhythmus von Ruhe-Aktivitäts-Zyklen gestört ist.
  • Dazu wurden Stimmungsstörungen, Wohlbefinden und diverse kognitive Variablen erhoben – bis hin zu Alkoholkonsum, Body-Mass-Index und etwaigem Kindheitstrauma.
  • Man wollte einfach sicher gehen, dass nichts übersehen oder einer anderen Ursache zugeordnet wurde.

Mehr dazu: Nachtaktive sterben früher

Die Ergebnisse

Die Studie konnte keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Störungen der Schlaf-Wach-Zyklen und der psychischen Gesundheit belegen. Dennoch boten die 91.000 Datensätze einen guten Einblick. Teilnehmer, deren Rhythmus gestört war, zeigten sich deutlich anfälliger für

  • lebenslange Depressionen
  • bipolare Störung
  • das Gefühl von Einsamkeit
  • Stimmungsinstabilität
  • geringere Zufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit und
  • langsamere Reaktionszeiten.

Diese Zusammenhänge traten unabhängig von demografischen Faktoren, dem Lebensstil oder der Bildung auf.

Mehr dazu: Wie uns die Zeitumstellung durcheinander bringt

Risikogruppen

Zu den Risikogruppen gehören laut Studie all jene Menschen, die (freiwillig oder gezwungenermaßen) ihren Biorhythmus ignorieren. Das betrifft etwa Personen, die in Nachtschichten arbeiten, aber auch solche, die häufig weite Strecken im Flugzeug zurücklegen und an Jetlag leiden.

Mehr dazu: Lange arbeiten macht krank

letztes Update:

1 Kommentar

  • Andree sagt:

    Ich muss ja ganz klar immer wieder auch an mir feststellen, dass, wenn ich unter Schlafmangel leide, mir es auch an Energie und ebenso an Selbstvertrauen fehlt. Obwohl sonst eigentlich gar nicht so, neige ich stark zu Depri-Phasen, wenn ich nicht genügend Schlaf bekomme..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.