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Macht eine Schwangerschaft die Zähne kaputt?

"Jedes Kind kostet seiner Mutter einen Zahn" – so lautet die Binsenweisheit, die besagt, dass eine Schwangerschaft zu schlechteren Zähnen führt.

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Mutter mit Baby und Karies
South_agency / iStock

Der Volksmund behauptet, dass Mamas pro Kind einen Zahn opfern müssen. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat diese Urban Legend nun auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und Erstaunliches zutage gebracht. Die Originalstudie finden Sie hier.

Wenn das Kind einem den Zahn zieht

Tatsächlich zeigt die Forschungsarbeit, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf die Zahngesundheit auswirken kann. Vor allem nach dem dritten Kind steigt das Risiko eines Zahnverlusts erheblich. Zusätzliche Schwangerschaften führen demnach häufig zu Schäden am Zahn. Für Väter spielt es (wer hätte das gedacht …) keine Rolle, wie viele Sprösslinge sie gezeugt haben. Ihre Zähne bleiben von der Kinderschar gänzlich unbeeindruckt.

Schon länger weiß man, dass Zahnfleischentzündungen bei Müttern mit mehreren Kindern häufiger auftreten. Die Studie lässt leider keinen Schluss darauf zu, welche Gründe genau zu der abnehmenden Zahngesundheit führen.

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34.000 Probanden auf den Zahn gefühlt

  • In der Studie wurden die Daten von 34.000 Personen aus dem "Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe" analysiert.
  • Sie kamen aus 14 europäischen Ländern sowie aus Israel.
  • Eine Vergleichsgruppe gab es aus ethischen Gründen keine.
  • Stattdessen suchten die Wissenschafter im Datensatz nach sogenannten naturgegebenen Zufallsvarianten, genauer gesagt nach Anhaltspunkten zu "zufällig zustande gekommenen" Babys.
  • Den Forschern fielen dabei Familien auf, die zuerst zwei Kinder mit selbem Geschlecht und dann noch ein drittes Kind bekamen. Bei dieser Zusammenstellung ist es besonders wahrscheinlich, dass die Eltern versuchen, noch ein Baby mit einem anderen Geschlecht zu bekommen.
  • Die Mütter genannter Familien wurden mit Mamas verglichen, die zwei Kinder (Bub und Mädchen) hatten.
  • Die Mamas mit drei Kindern hatten in ihrer 2. Lebenshälfte im Schnitt vier Zähne weniger als die Zweifachmütter.

Die Studienverantwortlichen nutzen die Studienergebnisse zum Anlass, um vor allem Schwangere für eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene zu sensibilisieren. Zweimal tägliches Zähneputzen, die Benutzung von Zahnseide sowie Besuche beim Zahnarzt sollten demnach niemals ausfallen.

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