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Bakterien in neuen Schuhen: Kind erleidet Sepsis nach Probieren im Geschäft

In England erkrankte eine Vierjährige an einer gefährlichen Blutvergiftung, nachdem sie in einem Geschäft Schuhe anprobiert hatte.

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Mädchen mit neuen Schuhen
Kontrec / iStock

In Großbritannien erkrankte ein vierjähriges Mädchen an einer lebensbedohlichen Sepsis (Blutvergiftung), nachdem sie in einem Schuhgeschäft barfuß verschiedene Modelle anprobiert hatte.

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Bakterien in fabriksneuen Schuhen

Vermutlich spielten einige ungünstige Faktoren zusammen, als die kleine Sienna Rasul nach einem gewöhnlichen Shopping-Ausflug mit ihrer Mutter Jodie Thomas schwer krank wurde. So hatte sie laut des behandelnden Ärzteteams wahrscheinlich eine kleine Verletzung am Fuß (einen Kratzer oder einen Schnitt), in die krankmachende Bakterien eindringen konnten. Fünf Tage musste das Mädchen deshalb im Krankenhaus verbringen.

Der Fuß von Sienna war am Tag nach der Schuhanprobe geschwollen und zeigte eine infektiöse Stelle. Das Kind fühlte sich unwohl und weinte viel, woraufhin seine Mutter sich schnell für die Fahrt zum Arzt entschied.

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Infektion breitete sich aus

Der Mediziner zeichnete mit einem Stift eine Linie um den infektiösen Bereich am Fuß des Mädchens, um zu prüfen, ob sich die Entzündung weiter ausbreitet. Am nächsten Tag hatte Sienna hohes Fieber, zitterte und das ganze Bein war infiziert. Der Arzt veranlasste daraufhin sofort einen Transport ins Krankenhaus. Dort stand die Diagnose Sepsis schnell fest.

Das sind die typischen Anzeichen einer Blutvergiftung:

  • hohes Fieber
  • schnelle Atmung
  • erhöhter Puls
  • Schüttelfrost
  • Verwirrtheit
  • Unruhe
  • Schläfrigkeit

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Operation zum Glück nicht nötig

Dem Mädchen blieb ein chirurgischer Eingriff erspart, da es den Ärzten gelang, den gesamten Eiter aus der Wunde abzulassen. Zusätzlich bekam Sienna starke Antibiotika. Sie wird noch immer ärztlich überwacht, ist aber schon wieder zuhause.

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Neue Schuhe nicht ohne Socken probieren

Die Mutter des erkrankten Mädchens appelliert nun an andere Eltern, Kindern in Schuhgeschäften immer Probiersöckchen anzuziehen, um das Risiko einer Infektion zu reduzieren. Man wisse nämlich nie, wer die Schuhe zuvor anhatte und mit welchen Keimen sie belastet sind. Bei Wunden am Fuß sollten diese vor dem Probieren unbedingt mit einem Pflaster geschützt werden.

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