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Mit Liedern gegen die Wochenbettdepression

Bei einer Studie zeigte sich, das Singen bei der Bewältigung der postpartalen Depression helfen kann.

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Wochenbettdepression
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Schon seit Monaten freut sich Maria auf die Ankunft ihres neugeborenen Babys. Das Kinderzimmer ist fertig eingerichtet, der Bauch prall und der Kinderwagen bereit für den ersten Ausflug. Dann ist es endlich soweit: Der Tag der Geburt ist gekommen, Maria bringt ein gesundes Mädchen, Sophia, zur Welt. Alle sind begeistert und können nicht genug von dem kleinen Menschlein bekommen.

Nur Maria ist irgendwie abwesend, weint viel und spürt nichts vom sehnlichst erhofften Mutterglück. Sie kann Sophia nicht stillen, sie nicht richtig trösten. Sie baut einfach keine Beziehung zu ihrem Kind auf und ist verzweifelt.

Was Maria erlebt, ist keine Phase, sondern eine psychische Störung. Sie wird als Wochenbettdepression  oder postpartale Depression bezeichnet.

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Hormone verursachen Stimmungstief

Die postpartale Depression entwickelt sich in den ersten zehn Tagen nach der Geburt. Angst, Unsicherheit, Schlafmangel und Überforderung triggern die Anpassungsstörung. Etwa jede sechste Mama ist davon betroffen, so eine Statistik aus dem Jahr 2012. In den meisten Fällen bildet sich die Wochenbettdepression von selbst zurück, vor allem wenn die Frau viel Unterstützung von Familie und Freunden bekommt. Fehlt dieses soziale Fangnetz, kann es sein, dass die Depression lange bestehen bleibt. Eine ärztliche Behandlung ist dann unumgänglich.

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Studie: Heilung durch Gesang

Wissenschafter haben anhand eines Experiments geprüft, welche Therapie zur Behandlung der Wochenbettdepression am wirksamsten ist. Dazu teilten sie 134 Betroffene in drei Gruppen ein, die an unterschiedlichen Behandlungen teilnahmen:

  • Treffen mit einer Gesangsgruppe
  • kreative Spiel-Sessions
  • Antidepressiva und Support durch einen Familienbauftragten

Nach zehn Wochen fühlten sich alle Mütter besser, das Singen brachte allerdings besonders viel Erfolg: Die Frauen zeigten eine Symptomverbesserung von 35 Prozent, und das bereits nach sechs Wochen. Damit würde eine Gesangstherapie eine hervorragende und vor allem nebenwirkungsfreie Alternative zu Antidepressiva darstellen.

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