News

Studie: "Kitzeltherapie" am Ohr könnte das Altern verlangsamen

Forscher fanden eine neue Therapieform gegen das Altern.

  • Drucken
Ohrkitzeln kann Alterung verlangsamen
gruizza / iStock

Forscher aus Großbritannien kamen zu einem interessanten Ergebnis: Kurzes Kitzeln am Ohr mit Schwachstrom regt das vegetative Nervensystem an. Dieser Vorgang könnte den Alterungsprozess bei Menschen über 55 Jahren verlangsamen. Lesen Sie hier mehr über die Studie.

Mehr dazu: Studie: Langes Pendeln schadet unserer Gesundheit

Ohrkitzeln stimuliert Vagus-Nerv

Für die im Journal Aging veröffentlichte Studie machten sich die Forscher der University of Leeds die transkutane Vagusnervstimulation (t-VNS), eine schonende, schmerzlose und nicht-invasive Therapieform, zunutze. Der Nervus vagus verläuft in der Ohrmuschel und wird durch eine Elektrode, die am Ohr befestigt wird, stimuliert. Diese sendet Signale an das vegetative Nervensystem. Bisher kommt diese Art der Therapie zum Beispiel bei Tinnitus, Epilepsie oder Migräne zur Anwendung.

Nach neuesten Erkenntnissen kann die t-VNS aber auch bei anderen körperlichen Beschwerden helfen:

  • Bereits die tägliche Stimulation über einen Zeitraum von nur zwei Wochen führt zu positiven körperlichen Veränderungen sowie zu einer Besserung des allgemeinen Wohlbefindens.
  • Die Probanden fühlten sich nach Ablauf des Untersuchungszeitraumes vitaler, bemerkten eine bessere Stimmung, Schlafqualität sowie ein gesteigertes Wohlbefinden.
  • Das vegetative Nervensystem steuert Prozesse wie Blutdruck, Verdauung, oder die Atemfrequenz. Mit dem Alter geraten diese Funktionen aus dem Gleichgewicht.
  • Die Wissenschafter schreiben der t-VNS eine Verlangsamung des Alterungsprozesses zu.
  • Die "Kitzeltherapie" hat den Forschern zufolge das Potential, Patienten bei hohem Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu helfen, gesünder zu altern.

Da die Studie mit einer geringen Teilnehmerzahl und über einen kurzen Zeitraum durchgeführt wurde, sollen nun weitere Studien klären, inwieweit die t-VNS genutzt werden kann, um Patienten bei körperlichen Beschwerden zu unterstützen.

Mehr dazu: Studie: Optimisten schlafen besser

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.