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Studie: So wirkt sich Passivtrinken auf unsere Gesundheit aus

Amerikanische Wissenschafter erforschten, wie sich Passivtrinken auf unsere Gesundheit auswirken kann.

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So gefährlich ist Passivtrinken wirklich.
Geber86 / iStock

Passivrauchen ist allen ein Begriff: Nichtraucher und Kinder müssen den Qualm einatmen, der durch von anderen gerauchten Zigaretten ensteht. Doch wie funktioniert sowas bei "fremdem" Alkoholkonsum? Was ist Passivtrinken?

Passivtrinken beschreibt die Schäden, die unmittelbar oder mittelbar durch den Alkoholkonsum von anderen Menschen entstehen. Eine neue Studie zeigt nun auf, wie gefährlich Passivtrinken kann.

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Einer trinkt, ein anderer leidet

Unter Passivtrinkern werden also Personen verstanden, die durch den Alkoholkonsum ihres Umfelds geschädigt werden. Das betrifft zum Beispiel:

  • Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft getrunken haben. Familien, die durch den Alkoholkonsum der Eltern, Geschwistern etc. leiden.
  • Beifahrer, die durch einen betrunkenen Autofahrer zu Schaden kommen, genauso wie Angehörige oder Retter.

Wer viel trinkt, schadet womöglich seinem Umfeld – auch, wenn dieses keinen Schluck Alkohol konsumiert. Eine Studie der University of North Dakota zeigt, dass Passivtrinken genauso schädlich wie Passivrauchen sein kann. Dafür befragten die Forscher 8.750 erwachsene Frauen und Männer, die über 18 Jahre alt waren.

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Gewalt, Vandalismus & Diebstahl

Die Ergebnisse der Wissenschafter waren eindeutig: In dem Untersuchungszeitraum erlitt mindestens jeder fünfte Proband (21 Prozent der Frauen, 23 Prozent der Männer) Schäden durch Passivtrinken. Dabei unterschieden sich die Erfahrungen je nach Geschlecht:

  • Frauen erlitten mehr Schäden durch das Trinken eines Ehepartners oder Familienmitglieds. Dabei wurden vor allem familiäre (z.B Scheidung) oder finanzielle Schäden beobachtet.
  • Männer erlitten eher Schäden durch Passivtrinken in Form von Vandalismus, gestohlenem oder geschädigtem Eigentum und körperlichen Auseinandersetzungen.
  • Besonders sehr junge Personen unter 25 Jahren haben ein erhöhtes Risiko durch Passivtrinken zu Schaden zu kommen. Besonders, wenn der fremde Alkoholkonsum in der eigenen Familie vorkommt.
  • Auch körperliche Gewalt wurde häufig beobachtet, besonders bei Frauen, die Opfer von Passivtrinken wurden und deshalb selbst regelmäßig zur Flasche griffen.

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Frauen oft Opfer von Gewaltdelikten

Die Studienergebnisse zeigen nach Abgleich mit vorherigen Studien, dass vor allem das Risiko für Gewalttaten für Frauen durch männliche Trinker sehr hoch ist. Personen, die nur wenig Alkohol konsumieren (Männer weniger als fünf Getränke, Frauen weniger als vier pro Woche) haben ein doppelt so hohes Risiko für Belästigungen und Bedrohungen durch Passivtrinken sowie Schäden durch alkoholisierte Autofahrer zu erleiden.

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