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Studie: Risiko für Kaiserschnitt senken

Eine Metaanalyse mehrerer Studien zeigt, dass sich gesunde Ernährung und Bewegung während der Schwangerschaft nicht nur positiv auf die Entwicklung des Kindes, sondern auch auf das Risiko für einen Kaiserschnitt auswirkt.

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Risiko für Kaiserschnitt senken
Pekic / iStock

Ein gesunder Lebensstil zahlt sich aus, auch während der Schwangerschaft.

  • Eine Durchsicht von 36 Studien mit mehr als 12.500 Schwangeren ergab, dass ausgewogene Ernährung und angepasste sportliche Aktivität bis zur Geburt die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt sowie für Schwangerschaftsdiabetes senkt.
  • Insgesamt reduzieren gesund Lebende das Risiko für die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts um 10 Prozent.
  • Die Forscher der Queen Mary University of London veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachjournal BMJ.

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Große Rolle des Lebensstils

Gesundes Essen und moderater Sport erhöhen nicht nur die Chance für eine natürliche Geburt, sie schmälern auch die Gefahr des sogenannten Gestationsdiabetes, also einer Diabetes-Erkrankung im Laufe der Schwangerschaft. Das Risiko sank bei den Frauen aus der Studie um ganze 24 Prozent, wenn Sie auf sich Acht gaben. Wenig überraschend ist, dass diese Frauen überdies weniger Gewicht zulegten.

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Gibt es Empfehlungen?

Wie eine Kaiserschnitt-vorbeugende Ernährung sowie ein förderliches Bewegungsprogramm nun genau aussehen sollen, können die Wissenschafter aus den gesammelten Daten nicht herauslesen. Trotzdem legen Sie schwangeren Frauen folgende Tipps nahe:

  • Verzicht auf Softdrinks
  • Aufnahme von ausreichend Ballaststoffen
  • Aufnahme von ausreichend Omega-3-Fettsäuren
  • Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Tanzen sowie moderates Krafttraining: So trainierten zumindest die Frauen, die an den einzelnen Untersuchungen teilgenommen hatten.
  • Insgesamt mindestens 150 Minuten sanfte Bewegung pro Woche, die Kraft und Ausdauer kombiniert.

Laut den Autoren der Analyse trauen sich viele Frauen nicht, während der Schwangerschaft Sport zu machen. Tatsächlich wagen sich nur 15 Prozent aller Schwangeren an sportliche Betätigung. Solange Kind und Mama gesund sind, ist jedoch nichts dagegen einzuwenden. Das Vorhaben zum Sport sollte dennoch stets mit dem Frauenarzt besprochen werden, um eine Gefährdung auszuschließen.

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Zusammenhänge nicht eindeutig

Das Problem der Untersuchung sind die vielen verschiedenen Einflussfaktoren, die sich ebenso auf einen potentiellen Kaiserschnitt oder ein Schwangerschaftsdiabetes auswirken wie sozialer Status oder ethnische Herkunft. Dass ein hohes Körpergewicht, das zumeist mit Bewegungsmangel und schlechter Ernährung einhergeht, mit Risiken in der Schwangerschaft verbunden ist, gilt aber als wissenschaftlich belegt.

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