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Studie: Rückenschmerzen werden oft falsch behandelt

Rückenschmerzen sind ein echtes Volksleiden und einer der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Viele Betroffene werden falsch behandelt, wie eine Untersuchung nun ergab.

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Frau hat Schmerzen im Rücken
Tom Merton / iStock

Nahezu jeder hatte schon einmal Rückenschmerzen und weiß, wie sehr die Pein den Alltag belasten kann. Wie muss es erst Menschen ergehen, die jeden Tag mit Rückenschmerzen leben müssen? Ihr Weg führt sie immer wieder zum Arzt, der leider nicht immer wirksame Behandlungen verordnet.

Eine Studie britischer Forscher deckte nun auf, wie groß die Missstände in der Patientenbetreuung oft sind. Die Ergebnisse veröffentlichten sie hier.

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Fehler, Pleiten, Pech und Schmerzen

Zusammengefasst sieht die Erfolgsrate von Behandlungen von Rückenschmerzen alles andere als rosig aus:

  • Die Therapieansätze, die momentan zur Anwendung kommen, bringen häufig nicht das gewünschte Ergebnis.
  • Ärzte verordnen Patienten vielfach die falsche Behandlung.
  • Medikamente (z.B. Opiate) wirken kaum, Operationen sind teils unnötig.
  • Sport und Bewegungsmaßnahmen werden so gut wie nie verordnet.
  • Betroffene beklagen durch die Schmerzen massive Ausfälle.

Auf Basis der Resultate fordern die Studienverantwortlichen eine Umgestaltung der derzeit durchgeführten Behandlungen.

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Was hilft wirklich bei Rückenschmerzen?

Bei chronischen Rückenschmerzen besteht eine erfolgreiche Behandlung aus diesen (nicht-medikamentösen) Maßnahmen:

  • Bewegung: Wurden organische Ursachen sowie Verletzungen ausgeschlossen, ist Bewegung die wichtigste und wirksamste Therapie. Dazu zählen Physiotherapie, Krankengymnastik, aber auch mehr Bewegung im Alltag.
  • Psychotherapie: Wenn die Seele leidet, leidet der Körper mit. Mit einem Therapeuten können überdies bestimmte Schmerzbewältigungsstrategien erarbeitet werden.
  • Massagen und Entspannung: Hilfreich sind z.B. die Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenens Training oder Akupunktur.

Eine Behandlung mit Medikamenten muss mit einem Arzt abgesprochen werden. Diese helfen aber oft nur kurzfristig und eignen sich nicht für eine dauerhafte Therapie.

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Diese Maßnahmen bringen nichts

Für folgende Therapieformen gibt es keine wissenschaftlichen Belege, weshalb sie nicht zur Bekämpfung von chronischen Rückenschmerzen empfohlen werden:

  • Bettruhe
  • Elektrotherapie (TENS, PENS)
  • wärme- und Kältetherapie
  • Kurzwellendiathermie
  • Lasertherapie
  • Magnetfeldtherapie
  • Orthesen, also entlastende Hilfsmittel
  • Traktionsbehandlung mit Gerät
  • therapeutischer Ultraschall

Mehr zum Thema Rückengesundheit erfahren Sie im neuen "Mehr Leben"-Video auf netdoktor.at

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