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Studie: Vegetarische & vegane Ernährung schützt das Herz, aber erhöht Schlaganfallrisiko?

Pflanzliche Ernährung ist gut fürs Herz, aber nicht fürs Hirn.

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Vegane Ernährung schützt das Herz, aber begünstigt Schlaganfälle
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Eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise wird immer beliebter. Der Verzicht auf Fleisch bzw. auf tierische Produkte ist gut für das Herz, kann aber möglicherweise das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Zu diesem Ergebnis gelangte eine kürzlich im British Medical Journal veröffentlichte Studie.

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Vegane Ernährung: Gut fürs Herz, schlecht fürs Hirn?

Im Rahmen einer Metastudie wurden 48.188 Teilnehmer untersucht, deren Lebens- und Essgewohnheiten die Wissenschafter über 18 Jahre lang beobachteten und dokumentierten.

  • Fleischesser waren 24.428 Probanden, Fischesser 7.506, Vegetarier und Veganer 16.254.
  • Nach Ablauf des Untersuchungszeitraums waren 2.820 Probanden von einer koronaren Herzkrankheit betroffen. 1.072 Menschen erlitten einen Schlaganfall.

Fazit der Studie:

  • Vegetarier und Veganer weisen ein um 22% geringeres Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße auf als Fleischesser.
  • Allerdings wiesen diese Menschen auch ein um 20% erhöhtes Risiko für Schlaganfälle auf.

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Könnte Vitaminmangel der Auslöser sein?

Die Forscher vermuten, dass ein Mangel an Vitamin B12 dafür verantwortlich sein könnte, da dieses ausschließlich in tierischen Produkten enthalten ist. Vitamin B12 spielt eine wesentliche Rolle im zentralen Nervensystem und hat einen maßgeblichen Einfluss auf die psychische und physische Gesundheit. So ist es u.a. essenziell für das Wachstum von Nervenzellen und die Produktion von Blutkörperchen. Ob ein Mangel tatsächlich zu den Ursachen zählt, müssen die Wissenschafter erst im Rahmen weiterer Studien untersuchen. Wichtig: Jeder, der sich für eine vegane Ernährung entscheidet, muss Vitamin B12 mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.

Zusammenhänge unklar

Auch schließen die Wissenschafter nicht aus, dass andere Zusammenhänge dahinter stecken könnten. Die Zusammenhänge wurde nicht ausreichend erforscht, weshalb möglicherweise die pflanzliche bzw. nicht-pflanzliche Ernährungsweise gar nichts mit dem Auftreten der koronaren Herzkrankheiten und des Schlaganfalls zu tun haben könnte.

Eine ausgewogene Ernährung mit frischen, vielfältigen Bio-Lebensmitteln ist immer der Königsweg, egal ob es um einen gesunden Lebensstil, die Vermeidung eines Nährstoffmangels oder um eine Gewichtsreduktion geht.

Eine gesunde vegane Ernährung ist problemlos möglich, wenn B12 zugeführt und auf einen ausgewogenen Speiseplan mit vielen Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Gemüse und Obst geachtet wird.

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