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Studie: Wieso Weißbrot gar nicht so schlecht ist

Forscher wollen anhand einer Untersuchung herausgefunden haben, dass das verpönte Weißbrot besser ist als sein Ruf.

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Ist Weizenbrot doch nicht so ungesund wie gedacht?
VikkiePix / iStock

Es steht für ungesunde Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Krankheit und schlechten Geschmack: Weißbrot. Diesen zweifelhaften Ruf haben Toast, Ciabatta, Sandwich und Co. aufgrund eines eher geringen Nährstoffgehalts, der nur kurzfristigen Sättigung, des enthaltenen Glutens sowie wegen des hohen glykämischen Indexes.

  • In den 50ern noch gehypte Lieblingsspeise, ist Weißbrot heute zur unerwünschten Beigabe verkommen, die von vielen durch Vollkornprodukte ersetzt oder überhaupt weggelassen wird.
  • Forscher des israelischen Weizmann Instituts (Zufall?!) stellten kürzlich Studienergebnisse vor, die das schlechte Image des Weizenbrötchens wieder aufpolieren dürften.

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Einmal Brot-Diät vor und zurück

Für die Studie ließen die Wissenschafter 20 Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt sieben Tage lang jede Menge Brot verspeisen. Ein Viertel ihrer täglichen Nahrung sollte dabei aus den Backwaren bestehen.

  • Die eine Gruppe griff dabei zu einfachem Weißbrot, die zweite zu Vollkornbrot aus Sauerteig. Nach einer zweiwöchigen Brot-Pause wiederholten die Forscher den Versuch, wobei die Gruppen die Brotsorten tauschten.
  • Eigentlich gingen die Studienverantwortlichen davon aus, dass das Weißbrot negative Auswirkungen auf den Blutzucker haben würde und dass das Sauerteigbrot der Gesundheit zuträglicher sei.
  • Tatsächlich unterschieden sich die gemessenen Werte der Teilnehmer nicht im geringsten. Angeblich habe das Vollkornbrot den Blutzuckerspiegel wider Erwarten sogar mehr ansteigen lassen, als das schnöde Weißbrot mit seinen einfachen Kohlenhydraten.

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Studie zu wenig aussagekräftig

Trotz der Weißbrot-bestärkenden Aussagen der Forscher sollte Weißbrot nach wie vor nur in Maßen genossen werden. Es handelt sich dabei um ein hoch verarbeitetes Produkt, das einen geringen Nährwert hat und schnell wieder hungrig macht.

  • Außerdem sind 20 Teilnehmer und eine Studiendauer von so wenigen Wochen nur wenig aussagekräftig. Gegen das frische Toskanabrot mit sonnengereiften Tomaten, Olivenöl und Meersalz spricht aber trotzdem nichts. Wie immer lautet die Devise: Die Dosis macht das Gift.
  • Übrigens: Auf das Klebereiweiß Gluten, das im Weizen und somit im Weißbrot enthalten ist, müssen übrigens nur Menschen mit diagnostizierter Weizenunverträglichkeit, der sogenannten Zöliakie, verzichten.

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