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Cola, Limonade & Co: Fördern süße Getränke das Krebsrisiko?

Französische Forscher untersuchten den Zusammenhang von gesüßten Getränken und einem erhöhten Krebsrisiko.

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Können zuckerhaltige Getränke zu einem erhöhten Krebsrisiko führen?
Danilin / iStock

Cola, Eistee, Limonaden & Co: Süße Erfrischungsgetränke sind für viele unverzichtbare Begleiter des Alltags. Der hohe Zuckeranteil und die damit verbundenen Risikofaktoren sind dabei oft leider Nebensache. Französische Forscher untersuchten in einer aktuellen Studie, inwiefern Softdrinks und Limonaden das Krebsrisiko beeinflussen können.

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Risiko für Prostata-, Brust- und Darmkrebs

Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken ist so hoch wie nie zuvor. Kein Wunder, dass dadurch auch die globale Adipositas-Rate immer weiter steigt. Dass krankhaftes Übergewicht zu Krebs führen kann, ist bekannt. Nun wollten die Wissenschafter konkret den Zusammenhang von Softdrinks und Krebs untersuchen.

  • Sie befragten 101.257 Franzosen mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren über ihr Ernährungsgewohnheiten. Unter den Probanden befanden sich 21 Prozent Männer und 79 Prozent Frauen.
  • Die Teilnehmer füllten täglich zwei Fragebogen aus, um den Getränkekonsum der Probanden zu erfassen. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von 2009 bis 2018.
  • Das Hauptaugenmerk der Forscher lag besonders darauf, inwiefern das Risiko für Prostata-, Brust- und Darmkrebs durch den Konsum von Softdrinks steigt. Zusätzlich wurden auch Faktoren wie Alter, Geschlecht, genetische Vorerkrankungen sowie das Rauchverhalten der Probanden berücksichtigt.

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Kein direktes Krebsrisiko erkannt…

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass durch den täglichen Konsum von 100 Milliliter gesüßten Getränken, das Krebsrisiko um 18 Prozent erhöht wird. Das erhöhte Risiko für Brustkrebs stach besonders hervor, hier wurde ein Anstieg von 22 Prozent verzeichnet. Laut den Ergebnissen schien es keinen Unterschied zu machen, ob die Probanden Fruchtsäfte (100 Prozent Fruchtanteil) oder gesüßte Softdrinks konsumierten.

  • Es wurde jedoch kein direkter Zusammenhang mit einem Risiko für Prostata– oder Darmkrebs gefunden. Besonders, da auch keine auffällig hohe Fallzahl dieser Krebserkrankungen bei den Probanden auftrat.
  • Der Konsum von künstlich gesüßten Diätgetränken beeinflusste das Krebsrisiko ebenso wenig. Jedoch gab auch die Mehrheit der Teilnehmer an, diese Getränke nicht zu konsumieren.

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Fett schadet Organen

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der erhöhte Zuckergehalt in den Getränken dazu beiträgt, dass sich mehr "Eingeweidefett" (viszerales Fett) in der Umgebung wichtiger Organe wie der Leber und der Bauchspeicheldrüse bildet. Zudem können auch ein erhöhter Blutzuckerspiegel und Entzündungen auftreten.

All diese Faktoren werden bereits mit einer möglichen Krebsentstehung in Verbindung gebracht. Die Forscher warnen zudem vor schädlichen Zusatzstoffen in Sodas, Limos & Co, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen können.

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