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Toastschinken: Hohe Keimbelastung schon vor dem Ablaufdatum

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) untersuchte verschiedene Toastschinken-Produkte. 4 von 10 Artikel wiesen dabei eine erhöhte Keimbelastung auf.

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Hohe Keimbelastung in Toastschinken
Eugenia Lucasenco / iStock

Essen Sie gerne Schinken-Käse-Toast? Dann sollten Sie in Zukunft Ihren Schinken genau begutachten: Laut eines Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) weisen die meisten Produkte schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) eine hohe Keimbelastung auf.

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Schwache Ergebnisse im VKI-Test

Beim VKI-Test wurden 10 verschiedene Toastschinken am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit untersucht. Der Labortest zeigte, dass nicht einmal jeder zweite Schinken zu diesem Zeitpunkt keimfrei war. Zwei Produkte wiesen "nur" eine leicht erhöhte Keimbelastung auf, vier weitere Proben waren stark belastet und wurden mit "nicht zufriedenstellend" bewertet.

Der Toastschinken der Marke Jeden Tag fiel schon aufgrund des Geruchs im Test glatt durch. "Immerhin waren in keiner der beanstandeten Proben krankheitserregende Listerien oder Salmonellen nachweisbar", erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. "Dennoch steht die Frage im Raum, ob Hersteller bei der Haltbarkeit nicht zu viel versprechen." Insgesamt wurden beim Test 3 Produkte mit "gut", 3 mit "durchschnittlich" und 4 Schinken mit "nicht zufriedenstellend" bewertet.

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Schinken auch vor Ablaufdatum prüfen

Laut Siegenthaler sollte man verpackten Toastschinken mit "allen Sinnen" prüfen und noch vor dem Ablauf des MHD verbrauchen. "Lagern Sie Toastschinken im Kühlschrank nicht bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit, auch dann nicht, wenn die Packung noch geschlossen ist. Ist die Packung einmal geöffnet, sollte der Toastschinken rasch verbraucht werden. Hat der Toastschinken einen dumpfen Geruch, dann Hände weg davon. Dies weist auf beginnenden Verderb hin", so Siegenthaler.

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Erhöhter Salzgehalt

Der Verein für Konsumenteninformation prüfte zudem die Zusammensetzung der getesteten Toastschinken und, ob sie den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Laut demÖsterreichischen Lebensmittelbuch (Codex) darf das Wasser-Eiweiß-Verhältnis bei Schinken maximal bei 4,0 liegen.

Dabei fielen zwei Produkte negativ auf: 

  • Der Toastschinken von S-Budget wies ein Wasser-Eiweiß-Verhältnis von 4,3 auf und überschritt somit die vorgegebene Grenze.
  • Ein Produkt der Marke Mein Leckerbissen wies sogar einen Wert von 4,8 auf. Jedoch wurde der erhöhte Wassergehalt auf der Verpackung vermerkt, weshalb das Produkt vom Codex ausgenommen ist.

Auch der Salzgehalt der Schinken war auffällig: "Mit Toastschinken konsumiert man unter Umständen mehr Salz als gedacht. Denn der tatsächliche Salzgehalt war bei acht von zehn Produkten höher als auf der Verpackung angegeben. Das sollte einem durchaus bewusst sein", so Siegenthaler abschließend.

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