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Vitamin-D-Mangel stark verbreitet bei Kindern

Untersuchungen zeigen, dass 63 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Vitamin D unterversorgt sind. Das könnte negative Folgen für die Entwicklung und ihre Gesundheit haben.

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Kind mit Vitamin-D-Mangel
Imgorthand / iStock

Vitamin D ist eines der wenigen Vitamine, das der Körper selbst bilden kann. Dazu muss die Haut allerdings mit Sonnenlicht in Kontakt kommen. Die ultravioletten Strahlen aktivieren die Vorstufe von Vitamin D, die in der Haut "schlummert". In den eher düsteren Wintermonaten kann es durch den Lichtmangel daher zu einer Unterversorgung kommen. In der kalten Jahreszeit sind Vitamin-D-Mängel unter der Bevölkerung weit verbreitet. Warum das vor allem für Kinder und Jugendliche folgenreich sein kann, lesen Sie im Folgenden.

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Vitamin D für gesunde Knochen

Der Körper braucht Vitamin D für eine Reihe von Prozessen, zum Beispiel:

  • zum Aufbau von Knochen
  • zur Versorgung des Herzmuskels
  • für die Versorgung des Nervensystems mit Kalzium

Tatsächlich verhält sich Vitamin D im Organismus nicht wie die anderen Vitamine, sondern eher wie ein Hormon. Es dockt an bestimmten Rezeptoren an und kann so seine Wirkung entfalten. Die Vitamin-D-Rezeptoren befinden sich in etwa 40 verschiedenen Geweben im Körper. So beeinflusst Vitamin D die Bildung von verschiedenen Proteinen, Enzymen und Botenstoffen. Diese sind wiederum für viele Prozesse im Körper verantwortlich. Wir merken: Fehlt Vitamin D, läuft einiges schief!

Symptome und mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels können Sie hier nachlesen.

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Jugend ohne Vitamin D

Bei der Kinder- und Jugend-Gesundheitsuntersuchung in Deutschland KiGGS wurden über 15.000 Kinder und Jugendliche auf ihren Vitamin-D-Spiegel untersucht. Dabei kam heraus, dass 63 Prozent von ihnen zu wenig des Sonnenvitamins im Blut haben. Auffällig waren die Werte vor allem bei:

  • Kindern mit Migrationshintergrund
  • jenen mit niedrigem sozialen Status
  • Stubenhockern, die kaum draußen spielen und eher vor dem PC sitzen

Alarmierend: Laut der KiGGS-Studie ist das Risiko, wegen emotionaler Entwicklungs- oder Verhaltensprobleme behandelt werden zu müssen, bei den 14- bis 18-Jährigen fünfmal so hoch, wenn sie einen Mangel an Vitamin D aufweisen. Das zeigt, dass ein Zuwenig auch negative Auswirkungen auf die Psyche hat.

400 bis 800 Internationale Einheiten

Damit das Kalzium aus unserem Essen aus dem Darm ins Blut gelangen und so dem Knochenstoffwechsel zur Verfügung stehen kann, brauchen wir Vitamin D, am besten zwischen 400 und 800 Internationale Einheiten (i.E.) täglich. Über die Ernährung sind diese Mengen vor allem im Winter nur kaum zu erreichen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittel für Sie sinnvoll ist.

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