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"Mangelhaft": Vitamin D-Präparate im Test

Das deutsche Öko-Test-Magazin warnt vor Vitamin D-Kapseln aus Drogerien. Diese sind zu hoch dosiert und könnten gesundheitsschädlich sein.

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Öko-Test untersuchte verschiedene Vitamin D-Präparate.
Eziutka / iStock

Besonders im Winter neigen immer mehr Menschen dazu, Vitamin D-Präparate einzunehmen, um die fehlenden Sonnenstrahlen auszugleichen. Doch laut Öko-Test sind die meisten Produkte ungesünder als gedacht.

Was macht Vitamin D im Körper?

Das "Sonnenvitamin" wird von unserem Körper mithilfe von UV-Strahlen produziert:

  • Vitamin D hilft uns dabei, unser Immunsystem zu stärken und Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen.
  • Um unseren Bedarf zu decken, ist es ausreichend, ein Viertel seines Körpers, also Gesicht, Hals, Dekolleté, Arme und Beine, für 15 Minuten von der Sonne bestrahlen zu lassen.
  • Wer regelmäßig Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor über 20 benützt, kann die Vitaminproduktion im Körper blockieren.
  • Der Bedarf für Kinder und Erwachsene beläuft sich auf 20 Mikrogramm beziehungsweise 800 internationale Einheiten (iE).
  • Vitamin D findet sich in Lebensmitteln wie Leber, Eiern, Speisepilzen, Butter und fetten Fischsorten (Lachs und Hering).
  • Ein Mangel kann bei Kindern zu Knochenverformungen führen. Erwachsene könnten an Osteoporose erkranken, ältere Menschen erleiden Knochenbrüche.

Mehr dazu: Vitamin D: Jetzt beginnt die Zeit des Mangels

 

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Vitamin D-Überschuss ist gesundheitsgefährdend

Zu hohe Dosen des Vitamins können ebenso gefährlich sein und die Organe schädigen:

  • So können Nebenwirkungen wie Nierenschäden, Übelkeit und ein zu hoher Kalziumspiegel im Blut auftreten.
  • Ob Präparate für gesunde Menschen überhaupt notwendig sind, ist unklar. Unser Körper speichert das Vitamin über den Sommer und hält somit Ressourcen für die dunklen Wintertage bereit.
  • Für Senioren und Säuglinge ist die künstliche Zufuhr des Vitamins sinnvoll. Kleinkinder sollten überdies nicht zu lange direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Auch Muttermilch kann den Bedarf oft nicht vollständig decken.

Mehr dazu: Vitamin D: Bei Kindern Mangelware

Nahrungsergänzungsmittel floppen bei Ökotest

Das deutsche Magazin Öko-Test sah sich 21 Vitamin D-Präparate genauer an:

  • Es wurden fünf rezeptfreie Arzneimittel und 16 Nahrungsergänzungsmittel untersucht. Letztere kann man vermehrt in Drogerien und Supermärkten kaufen.
  • Während alle Arzneimittel mit "Sehr gut" bis "Gut" abgeschnitten haben, fiel die Bewertung der Nahrungsergänzungsmittel wesentlich schlechter aus.
  • So wurden sechs Produkte mit "Befriedigend" bewertet. Insgesamt zehn bekamen die Testnoten "Ungenügend" und "Mangelhaft".
  • Nahrungsergänzungsmittel zählen rechtlich gesehen zu Lebensmittel und sind nicht dafür gedacht, gesundheitliche Mängel zu beheben.
  • Acht der getesteten Produkte wiesen zu hohe Vitamingehalte auf. Vier  beinhalteten 25 Mikrogramm pro Tagesdosis.
  • Vier weitere waren extrem hoch dosiert. Darunter waren auch die Marken "Tetesept" und "Doppelherz" mit 42,5 Mikrogramm.

Mehr dazu: Vitamin D: Wirkt es gegen Diabetes?

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