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Schlechte Nachrichten: In unseren Wimpern leben Milben

Auf deiner Wimper krabbelt vermutlich gerade eine kleine Milbe auf und ab. Sie ernährt sich vom Talg deines Auges. Igitt!

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Milben im Auge
Vanessa Bumbeers/ Unsplash

Ja, richtig gelesen: Auf unseren Wimpern leben kleine Tierchen und ernähren sich von unseren Talgdrüsen. Klingt ekelig: ist aber so. Diese spezielle Milbenart nennt man "Demodex brevis" und entstammen der Familie der Haarbalgmilbe.

Sind Sie davon betroffen?

Vermutlich. Hier die wichtigsten Facts zu Wimpern-Milben:

  • Bei einer Untersuchung in New York wurden bei der Hälfte der Menschen Haarbalgmilben festgestellt.
  • Neugeborene sind noch nicht befallen, jedoch sind die meisten Menschen im Laufe des Lebens irgendwann davon betroffen.
  • Bei Menschen über 70 wurden sie mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit gefunden.
  • Je älter man also ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Milben einen als Zuhause benutzen.
  • Ein schlechter Allgemeinzustand oder ein geschwächtes Immunsystem kann ebenfalls zu einem erhöhten Befall führen.
  • Bei Männern werden sie häufiger gefunden.
  • Sie besiedeln oft auch andere Körperregionen wie Brustwarzen oder den Genitalbereich. (Bei Männern leben sie auch gerne unter der Vorhaut.
  • Sie werden von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Bei schlechter Gesichts-Hygiene oder öliger Haut fühlen sie sich wohler.
  • Auch das Schlafen mit Make-up begünstigt Haarbalgmilben.
  • Rinnende Augen durch Allergien lieben sie, denn dann gibt es mehr Talg zu fressen.

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Was machen die Milben da?

Meistens sitzen ein bis zwei Milben an einer Talgdrüse und nehmen Öle, Schleim und Talg in sich auf, die um das Auge entstehen. Sie sind etwa 0,17-0,44 Millimeter groß. Es gibt männliche und weibliche Milben und sie legen zur Fortpflanzung Eier. Sogar nach dem Tod des Wirts können die Milben noch einige Zeit auf dem leblosen Körper verbleiben.

Ist das gefährlich?

Bei geringem Befall sind die Milben harmlos, allerdings können Sie bei stärkerem Befall Krankheiten auslösen. Sie besiedeln gerne Stellen, die ohnehin schon entzündet sind. Durch die erhöhte Dichte von Milben, Kot und Eiern können Symptome auftreten, die einer Akne oder einer Rosazea ähnlich sehen. Die Haut fühlt sich rau an und die Augenlider entzünden sich. Der verstärkte Milbenbefall kann mit einer Creme behandelt werden.

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Was kann man dagegen tun?

Nichts. Die meisten Menschen sind davon betroffen und in geringer Menge sind diese Milben harmlos. Es kann aber helfen, die Augen immer sauber zu halten und Talgablagerung an den Augenrändern regelmäßig zu entfernen.

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