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Achtung Spinnentierchen: So wird die Zecke richtig entfernt

Sie sind wieder da: Zecken bevölkern Europas Wiesen und Wegesränder in Scharen. Wie Sie sich bei einem Zeckenstich richtig verhalten, lesen Sie hier.

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Falls Sie an sich oder an Ihrem Kind eine feststeckende Zecke entdecken, bewahren Sie Ruhe, reißen und kratzen Sie keinesfalls an der Stelle herum.
Nataba / iStock

Mitteleuropa gilt als Zeckenparadies. Schon kurz nach Ende des Winters erwachen die Spinnentiere aus ihrem Schlaf und pflanzen sich fort. Sie saugen sich nicht nur mit Vorliebe an Hund und Katze fest, sondern auch an uns Menschen.

Zecken übertragen eine Reihe von Krankheiten, unter anderem Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen FSME, eine potenziell tödliche Hirnhautentzündung, gibt es zum Glück eine Impfung, die jeder in Anspruch nehmen sollte.

Mehr dazu: Haustiere als Zeckentaxis

Wo sitzen Zecken am häufigsten?

Suchen Sie ­­Ihren ganzen Körper nach Zecken ab. Vor allem nach längeren Aufenthalten in der Natur! Die Biester sind je nach Wachstumsstadium richtig klein und oft schwer zu entdecken. Bevorzugte Stellen sind:

  • Kopf
  • Kniekehle
  • Achsel
  • unter dem Hosenbund
  • unter der Armbanduhr

Die Tiere lieben feuchte, dunkle Stellen, an denen sie sich in Ruhe vollsaugen können. Bis zu acht Tage dauert es, bis eine Zecke "satt" ist und von ihrem Wirt abfällt.

Mehr dazu:  Gefährliche Zecke: Impfen rettet leben

Wie entferne ich die Zecke richtig?

Falls Sie an sich oder an Ihrem Kind eine feststeckende Zecke entdecken, bewahren Sie Ruhe, reißen und kratzen Sie keinesfalls an der Stelle herum. Dadurch entlädt die Zecke womöglich vermehrt Körpersäfte und somit Krankheitserreger in die Haut.

Aber: Die Zecke muss so bald als möglich entfernt werden, und zwar so:

  • Verwenden Sie eine Pinzette oder eine Zeckenzange (ein spezielles Zeckenentfernungsinstrument).
  • Setzen Sie das Hilfsmittel direkt am Mundwerkzeug der Zecke an, also möglichst nah an der Haut.
  • Achten Sie darauf, dass Sie das ganze Tier aus der Haut ziehen. Ein feststeckender Kopf kann zu Entzündungen führen.
  • Desinfizieren Sie die Stelle des Zeckenstichs gründlich.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Wissenswertes über die Zecke

Wann muss ich mit einem Zeckenstich zum Arzt?

Sie sollten sich in medizinische Behandlung geben, falls

  • Sie sich nicht zutrauen, die Zecke zu entfernen.
  • der Kopf steckengeblieben ist.
  • sich eine ringförmige Hautrötung an der Einstichstelle bildet, die am Körper weiterwandern kann ("Wanderröte"). Das ist ein Warnzeichen für Borreliose.
  • Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen hinzukommen.
  • Sie sich in (möglichem) Zusammenhang mit dem Zeckenstich unwohl oder krank fühlen.

Mehr dazu:  Verlauf der Borreliose

Welche Fehler sollten Sie beim Entfernen vermeiden?

Um das Entfernen von Zecken ranken sich einige Mythen. Was Sie auf keinen Fall tun sollten:

  • Zecke drehen: Ziehen Sie das Tier stets gerade heraus. Die Zecke ist keine Schraube, sondern sticht ihre Widerhaken gerade in die Haut.
  • Die Zecke "behandeln": Beträufeln Sie die Zecke nicht mit Öl, Kleber, Nagellack oder anderen Chemikalien. Das erhöht lediglich die Infektionsgefahr.

Mehr dazu: Zecken: Auch im Herbst eine Gefahr

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