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Gender Planning — Wien als Vorreiter in Stadtplanung für Frauen

Wie schaut eine sichere Stadt aus, in der sich auch Frauen wohl fühlen? Gender-Planning Projekte ermöglichen so eine Realität.

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Für Frauen ist es nicht gerade ein Zuckerschlecken, wenn diese spät Abends alleine unterwegs sind. Auch in der Gruppe fürchtet man sich vor Cat-Calling und manch unwillkommenen Menschen, die es mit ihrer Anmache ein wenig zu weit treiben. Als Frau willst du dich schließlich in deiner eigenen Stadt wohlfühlen und nicht zweimal darüber nachdenken, ob der leicht angeheiterte Mann gegenüber von dir, jeden Moment zuschlagen könnte. Es scheint aber, als ob das Konzept "Gender Planning" diese Wunschvorstellung zu einer Realität machen könnte.

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Was ist "Gender Planning"?

Das Konstrukt von Gender Planning liegt darin, dass Gender-Planning-Experten an öffentlichen Räumen arbeiten, die das Interesse aller Geschlechter vertreten. Es stellt sich jedoch die große Frage, wie man auf diese Bedürfnisse eingeht, um eine lebensfreundliche Stadt zu gestalten.

Hier sind einige Beispiele, die zu einer positiven Stadtentwicklung führen können:

  • Diese fühlen sich in öffentlichen Räumen viel wohler und vor allem sicherer.
  • In wenig beleuchteten Gegenden würde es hilfreich sein, mehr Straßenbeleuchtungen zu installieren
  • Für Schwangere oder Mütter wären geeignete Rückzugsräume ebenfalls ideal, wenn diese bspw. das Kind ungestört füttern möchten.
  • Der durschschnittliche Mann ist größer als die durchschnittliche Frau. Daher sollten sich Führungskräfte der öffentlichen Verkehrsmittel dessen bewusst sein und Anpassungen vornehmen.

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Gender Planning in Wien

Wie zu erkennen ist, gibt es im Punkto geschlechterfreundliche Stadtentwicklung einiges, dass noch angepasst werden könnte. In Wien wurden bereits einige Schwachstellen erkannt, die dringend verbessert gehören. Ein gutes Beispiel wäre der Reumannplatz im 10. Wiener Bezirk. Dieser war einst ein Problemgebiet aufgrund der beschränkten Platzangebote recht ungünstig errichtet wurde. Nach der Umgestaltung waren kaum mehr verwinkelte Zugänge und unübersichtliche Wege zu sehen. Stadtplanerin Eva Kail spricht davon, dass das Errichten von Gehwegen stets den Männern überlassen wurde. "Stadtplanung im Allgemeinen und Verkehrsplanung im Besonderen war einfach ein Männerjob", wie Kail ndr.de erzählt. Gender Planning kann in Zukunft nur gefördert werden, wenn auch wirklich die Bedürfnisse der Frauen erkannt und ausgeführt werden.

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