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Ärztekammer warnt: Trotz Lockdown nicht auf Vorsorgeuntersuchungen vergessen

Die "Ärztekammer Niederösterreich" warnt, dass man während des Lockdowns nicht auf Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen vergessen soll!

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Ärztekammer Corona Lockdown
ArtmannWitte / iStock

Wie bereits im Frühjahr begibt sich Österreich aufgrund der Coronavirus-Pandemie ein zweites Mal in einen Lockdown – die exponentiell steigenden SARS-CoV-2-Infektionszahlen und die daraus resultierende Gefahr einer Überlastung der Intensivstationen in den Krankenhäusern ließen der Bundesregierung keine andere Wahl.

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Kontroll- oder Vorsorgeuntersuchungen häufig verschoben

Aus Sicht der "Ärztekammer Niederösterreichs" hat die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz richtig reagiert, in dem sie einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen hat. "Auch wenn wir hinter den ab kommenden Dienstag, 0:00 Uhr, geltenden Maßnahmen stehen, dürfen wir keinesfalls übersehen, dass es abseits von COVID-19 viele weitere und häufiger auftretende Krankheiten gibt, die erhebliche Schäden nach sich ziehen, wenn Therapien ausgesetzt oder Untersuchungen abgesagt werden", warnt aber Dr. Christoph Reisner, MSc, Präsident der "Ärztekammer" für NÖ.

Der Grund für seine Warnung ist eindringlich: Während des 1. Lockdowns haben viele Patienten Kontroll- oder Vorsorgeuntersuchungen aus Angst vor einer SARS-CoV-2 Infektion verschoben oder sogar abgesagt. "Dies darf sich nicht wiederholen. Aus der Erfahrung des ersten Lockdowns wissen wir, dass diese vermeintlichen Vorsichtsmaßnahmen eine große Gefahr für Patientinnen und Patienten bedeutet", meint auch Dr. Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Kurie.

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"Werden noch längere Zeit mit der Pandemie leben"

Bis ein wirksames Medikament oder eine Impfung gegen COVID-19 gefunden und in ausreichender Menge produziert werden kann, wird es noch Monate dauern. "Wir werden daher noch längere Zeit mit der Pandemie und parallel mit den vielen anderen Krankheiten unserer Gesellschaft leben müssen. Es ist daher absolut notwendig, dass in allen Fachgebieten Routineuntersuchungen wie vor Coronazeiten durchgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise

  • Blutzuckerkontrollen,
  • Diabeteseinstellungen,
  • gynäkologische oder urologische Untersuchungen,
  • aber auch Augenkontrollen.

Kein einziges Fachgebiet darf ausgeschlossen werden, es sei denn, der behandelnde Arzt oder die Ärztin rät im Einzelfall zu etwas anderem", wird Reisner weiters in der Aussendung zitiert.

Die Gefahr einer schwerwiegenden Folgeerkrankung, wie zu spät behandelte Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Karzinome, muss dieses Mal so gut es geht verhindert werden.

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