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Antikörper-Test: Ab diesem Wert hast du einen Schutz vor Corona

Immer mehr Leute wollen mit einem Antikörper-Test in Erfahrung bringen, ob sie vor Corona geschützt sind. Lese hier alles Wissenswerte dazu…

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kemalbas / iStock

In Österreich waren es 432.425 Personen, in Deutschland bereits 2.342.843 Menschen – so viele von uns hatten sich Stand Mitte Februar 2021 bereits mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Wer wissen will, ob er nach überstandener Infektion einen Schutz vor einer erneuten Corona-Infektion hat, greift zu einem Antikörper-Test – aber was ist das eigentlich genau? Hier liest du alles, was du dazu wissen musst!

Einfach gesagt: Ein Antikörper-Test kann den Nachweis über eine bereits überstandene Infektion bringen. Möglich macht dies eine Messung der Antikörper, die unser körpereigenes Immunsystem entweder nach einer erfolgten Infektion oder auch durch eine Corona-Schutzimpfung ausbildet. Wer also einen Antikörper-Test durchführen lässt, erhält die Antwort, ob der Organismus bereits in Kontakt mit dem Virus war.

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Welche Arten von Antikörper-Test gibt es?

Zum einen gibt es Tests, die im Labor ausgewertet werden. Zwei Beispiele sind der "Enzyme-linked Immunosorbent Assay", kurz ELISA und die "Chemiluminescence Immunoassays" (CLIA). Beide dieser Tests gelten als sehr präzise, mit ihnen lassen sich bereits geringe Antikörper-Werte nachweisen.

Zum anderen gibt es auch Antikörper-Schnelltests, die quasi das Pendant zu den Antigen-Schnelltests sind, mit denen sich Infektionen mit SARS-CoV-2 nachweisen lassen. Der Nachteil dieser Antikörper-Schnelltests liegt in der Genauigkeit. Sie weisen eine relativ hohe Fehleranfälligkeit auf. Wer also sicher sein will, ob sein Körper bereits Corona-Antikörper gebildet hat, sollte auf jeden Fall auf einen Labor-Test zurückgreifen.

Ab welchem Antikörper-Wert hat man einen Schutz vor Corona?

Wie alle Eiweißstoffe bestehen auch Antikörper aus langen Ketten von Aminosäuren. Diese hindern SARS-CoV-2 daran, mithilfe des Spikeproteins in die Zellen einzudringen. Der Körper bildet diese Immunglobuline, wie Antikörper auch genannt werden, als Reaktion auf eine Corona-Infektion aus. Dabei wird zwischen Akutmarkern, die erstmals sieben bis zehn Tage nach dem Auftreten der Infektionen nachweisbar sind und rasch wieder absinken, und Immunitätsmarkern, die erst zwei bis sechs Wochen nach der Infektion messbar sind und längere Zeit nachweisbar bleiben, unterschieden.

Führt man einen Corona-Antikörper-Test durch, der im Labor ausgewertet wird, wird das Resultat meistens in der Einheit von Units pro Milliliter angegeben. Für ein positives Testergebnis reicht bereits ein Wert von 0,8 Units pro Milliliter aus. Ab ungefähr 15 Units pro Milliliter gilt man mit hoher Wahrscheinlichkeit als geschützt. Corona-Impfungen rufen eine derart starke Antwort des Immunsystems hervor, dass laut Medizinern auch Werte von mehr 1.000 Units pro Milliliter keine Seltenheit sind.

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Antikörper nach überstandener Infektion – wie lange hält Schutz an?

Das ist von Fall zu Fall äußerst unterschiedlich. Neueste Studienergebnisse legen aber nahe, dass ein Schutz nach einer überstandenen Corona-Infektion zwischen sechs und neun Monate anhält.

 

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