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Attentat in Wiener Innenstadt: Was tun, wenn die Angst zu groß wird?

Am 2. November ereignete sich ein Attentat in der Wiener Innenstadt. Mehrere Menschen wurden verletzt, vier sogar getötet.

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Wiener Innenstadt Attentat
CHUNYIP WONG / iStock

Am Abend des 2. Novembers ereignete sich in der Wiener Innenstadt ein Terroranschlag. Dabei wurden vier Passanten und ein Attentäter getötet, 17 weitere Personen sind verletzt. Die Polizei fahndet weiterhin nach den mutmaßlichen Tätern. Innenminister Karl Nehammer appelliert an die österreichische Bevölkerung zuhause zu bleiben.

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Schusswechsel in der Wiener Innenstadt

Gegen 20 Uhr kam es laut der Wiener Polizei zu einem Schusswechsel in der Seitenstettengasse im ersten Bezirk, nahe einer Synagoge. Dort soll ein Mann mit einer Schrotflinte geschossen haben, dabei wurde ein Polizist verletzt. Insgesamt gab es laut "ORF" sechs Tatorte in unmittelbarer Nähe zur Seitenstettengasse:

  • Morzinplatz
  • das Salzgries
  • der Fleischmarkt
  • der Bauernmarkt
  • der Graben

Ein Täter wurde im Schusswechsel mit der Polizei getötet. Vier Passanten sind bei dem Attentat gestorben, 17 weitere Personen wurden verletzt. Die Polizei fahndet weiterhin nach Verdächtigen.

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Menschenleere Straßen in Wien

"Wenn möglich, bleiben Sie daheim, wenn sie nicht aus beruflichen Gründen das Haus verlassen müssen", verkündete Nehammer. Zudem soll die Wiener Innenstadt gemieden werden. Influencerin Emina Mujagić zeigt auf Twitter, wie verlassen und "menschenleer" die Wiener Straßen einen Tag nach dem Attentat sind:

Zudem befinden sich die Schulen in Wien im "Notbetrieb", die Schulpflicht fällt am 3. November 2020 aus:

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Hört auf, Videos & Bilder zu verbreiten!

Während und nach des Attentats häuften sich immer mehr Videos und Bilder, die entweder über Whatsapp & Co oder auf den Sozialen Medien geteilt wurden. Die "Polizei Wien" rief dazu auf, Videos und Fotos der Tat nicht im Internet zu teilen, sondern die Hinweise auf der Website des Bundesministeriums upzuloaden.

Zudem kursierten eine Vielzahl an Falschmeldungen und Gerüchten auf den Social-Media-Plattformen. Facebook trug unbewusst zu einer solchen Verbreitung bei: Das Netzwerk bietet einen Safety-Check für User an. Dieser ist dafür gedacht, dass sich User, die von Naturkatastrophen, Unfällen oder Attentaten betroffen oder in der Nähe waren, sich als "sicher" markieren können. Das ist für die Freunde des Users sichtbar und soll dabei helfen, Ungewisseheiten aus dem Weg zu schaffen und die Kommunikationskette zu beschleunigen. Doch bei dem "Crisis-Response" wurde auch ein Forum eingerichtet, welches offensichtlich nicht moderiert wurde. User konnten zahlreiche Aufnahmen des Attentats uploaden, wie "Standard" berichtet.

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Was tun, wenn die Angst immer größer wird?

Österreich und vor allem Wien stehen unter Schock. Der terroristische Anschlag verängstigte nicht nur betroffene Passanten, die unmittelbar in der Nähe des Geschehens waren, sondern auch die restliche Bevölkerung. Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, teilte auf Twitter Anlaufstellen für psychologische Betreuung: 

Instagramer "waytoogoat" fasste in einem Posting zusammen, wie man mit der ungewöhnlichen Situation umgehen kann:

  • Sei aufmerksam und höre auf dein Bauchgefühl! Deine Angst kann ein Indikator dafür sein, dass etwas nicht stimmt. In Panik zu verfallen, könnte jedoch dazu führen, dass wir unsere Umgebung nicht mehr richtig wahrnehmen. Ruhe bewahren!
  • Die Videos und Fotos des Anschlags steigern unsere Angst. Um hier entgegenzuwirken, solltest du solche Aufnahmen nicht ansehen und teilen! Sprich mit deinen Freunden und deiner Familie über die Situation und überlege dir einen möglichen "Sicherheitsplan", wie du in einer Krisensituation richtig reagieren und wo du Schutz finden kannst.
  • Mach eine Pause von den Medien! Wenn du dir immer wieder Berichterstattungen von Tragödien ansiehst, kann es dich vermehrt triggern. Informiere dich darüber, was passiert ist, doch konsumiere nicht unzählige Medienberichte, die deine Angst verstärken.
  • Lass deine Gefühle zu! Du musst dich für nichts schämen, denn in so einer Extremsituation können unsere Emotionen schnell Achterbahn fahren. Achte auf dich und versuche einigermaßen deine tägliche Routine einzuhalten. Ausreichend Schlaf und eine gesunde Nahrungszufuhr sind essenziell.

 

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coping with terrorism and violent attacks, a thread my prayers are with everyone affected all over the globe ❤️

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