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Studie: Corona-Patienten haben erhöhtes Risiko psychisch schwer zu erkranken

Eine Studie der "University of California" zeigt, dass Corona-Patienten ein erhöhtes Risiko für eine posttraumatische Belastungsstörung aufweisen.

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PTBS Corona Studie
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Während der Corona-Pandemie haben sich weltweit mehr als 36 Millionen Menschen mit SARS-COV-2 angesteckt. Neben typischen Anzeichen wie Kurzatmigkeit, Fieber und Erschöpfung könnten auch psychische Erkrankungen mögliche Spätfolgen einer Infektion sein. Eine neue Studie zeigt nun, dass Betroffene ein erhöhtes Risiko aufweisen an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu erkranken.

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Erhöhtes PTBS-Risiko bei schwerem Krankheitsverlauf

Forscher der "University of California" sind der Meinung, dass frühere Pandemien ebenfalls zu einem höheren Risiko für PTBS geführt haben. Dazu analysierten die Wissenschafter Daten der Pandemie des "schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS)" sowie dem Ausbruch des "Middle East Respiratory Syndrome (MERS)" und verglichen diese mit der Corona-Pandemie. Beide Krankheiten wurden durch Stämme des Coronavirus hervorgerufen.

Während der aktuellen Pandemie berichteten Patienten, die sich von COVID-19 erholten, manchmal über "Brain Fog". Dabei treten Symptome wie

  • Kopfschmerzen,
  • Angstzustände,
  • Müdigkeit,
  • Schlaflosigkeit
  • und anhaltende Konzentrationsprobleme auf.

Die Betroffenen haben meist Angst an akuten Hirnschäden zu leiden, doch laut den Wissenschaftern könnte es sich stattdessen um eine behandelbare psychische Erkrankung handeln. Die Studienergebnisse zeigen, dass vor allem Corona-Patienten, die eine Krankenhauseinweisung, Intubation oder Beatmung benötigen, auch ein erhöhtes Risiko für ein psychisches Trauma haben. Die Erinnerung an all diese beunruhigenden Ereignisse kann die Patienten auch dann noch verfolgen, wenn sie sich vollständig von der Krankheit erholt haben.

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Auch Ärzte, Pfleger & Co haben erhöhtes PTBS-Risiko

Neben den Patienten weisen auch Arbeitnehmer im gesundheitlichen Sektor ein erhöhtes Risiko für posttraumatische Belastungsstörungen auf. Der Stress von seinen Freunden und seiner Familie isoliert zu sein und sich vor dem Virus schützen zu müssen, kann den psychischen Druck verstärken – auch wenn sie sich nicht mit dem Coronavirus infizieren.

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