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Corona-Impfstoff aus Oxford: Positive Ergebnisse versprechen "starke Immunreaktion"

Forscher der Oxford Universität melden einen weiteren Durchbruch: Eine Studie zum Impfstoff liefert vielversprechende Ergebnisse.

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Oxford Impfstoff gegen Corona
bojanstory / iStock

Wenngleich uns das Coronavirus noch mehrere Monate begleiten wird, gibt es nun positive Nachrichten aus Oxford: Ein Impfstoff-Kandidat gegen das Virus zeigt erste vielversprechende Ergebnisse. Gemeinsam mit einem Pharmakonzern führte die Universität Oxford eine Studie durch, wobei das Mittel laut der Untersuchung eine doppelte Immunantwort auslösen soll. Hier erfährst du mehr zum britischen Hoffnungsträger der Pandemie.

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Corona-Impfstoff aus Oxford vielversprechend

Laut den Ergebnissen, welche im im britischen Fachblatt "The Lancet"  erschienen sind, konnte durch das Vakzim eine durchgängig "starke Immunreaktion" hervorgerufen werden.

  • In Phase 1 und 2 der Studie treffe das auf 90% der 1077 Testpersonen zu.
  • Entwickelt wurde der Impfstoff mit dem Namen ChAdOx1 nCoV-19 von Forschern um Sarah Gilbert, welche als Vorreiterin im Corona-Impfstoff-Wettkampf gilt.
  • Die Injektion regte dabei die Bildung der Antikörper sowie die Produktion der T-Zellen (weiße Blutkörperchen, die Teil Immunabwehr des Körpers sind) an, wobei beide Aspekte wichtig sind für unser Immunsystem.
  • Besonders Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren profitieren von einer doppelten Immunreaktion. Unklar ist demnach, welche Wirkung das Mittel bei der älteren Generation auslöst.

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Weitere Untersuchungen notwendig

Dennoch müsse man noch abwarten, da die Studie noch nicht lange genug läuft, um langfristige Rückschlüsse ziehen zu können. Die Wissenschafter können deshalb noch keine Dauer der Immunität nennen. Eine weitere Untersuchung mit rund 30.000 Personen habe daher in Brasilien und Südafrika bereits begonnen. Jene dritte Phase sei dabei entscheidend für die Erprobung des Impfstoffes.

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Oxford-Impfstoff als Vorreiter im Wettkampf

Obwohl eine chinesische Pharmafirma gleichauf ist mit den Forschungen, setzen Experten stark auf das Mittel der Oxford Universität. Grund dafür ist die bereits vereinbarte Kooperation mit einem namhaften Pharmakonzern, der eine Produktion von 2,1 Milliarden Dosen zusicherte. Der heiße Kandidat aus Großbritannien könne demnach in kürzerer Zeit den Impfstoff produzieren.

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Corona-Impfung ab Mitte 2021?

Der globale Impfstoff-Wettkampf ist derzeit im vollen Gange: Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden momentan Hunderte Stoffe erforscht. Experten rechnen also damit, dass nicht bloß ein Mittel auf den Markt kommt und, dass auch mehrere Impfstoffe zur Bekämpfung Pandemie nötig sind. Der Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, geht von einer Impfung für die breite Bevölkerung ab Mitte nächsten Jahres aus.

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