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Innovation am Land: So wird die Landwirtschaft digitalisiert

Digitalisierung in der Landwirtschaft ist im Aufschwung. Was einst Nebensache war, wird jetzt immer mehr gepusht.

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In den vergangenen Jahren hat die Landwirtschaft einen Aufschwung miterlebt, und zwar einen digitalen. Moderne Software und innovative Geräte prägen das ländliche Leben so, dass eine vereinfachte Betriebsführung und eine weit mehr vernetzte Landtechnik zustande gekommen ist. Nach einer aktuellen Studie des oberösterreichischen Marktführungsunternehmens KeyQUEST, ist die Einstellung gegenüber der modernisierten Landwirtschaft größtenteils positiv. Wie es um die Ergebnisse der Studie aussah erfährst du hier!

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Innovation am Land steigt

Der Studie zufolge empfinden Landwirte und Landwirtinnen die steigende Automatisierung und Digitalisierung als teils positiv oder eher positiv. Im ihre Einstellung demgegenüber werten zu können untersuchte man die tatsächliche Nutzung von sogenannten Smart-Farming-Technologien. Es stellte sich heraus, dass es Landwirten bei der Verwendung solcher Innovationen wichtig ist Ansprüche auf Beratungs- und Weiterbildungsangebote zu haben. Grundsätzlich wollte man auch herausfinden wie Betriebsführer zu dem Megatrend Digitalisierung stehen.

Folgende Hauptpunkte ließen sich aus der Studie herauslesen:

  • 43 Prozent der Befragten sind entweder positiv oder eher positiv auf Erneuerungen wie Automatisierung und Digitalisierung eingestellt. 46 Prozent empfinden das Thema als neutrale Angelegenheit, während 11 Prozent von ihnen an den innovativen Veränderungsprozesse zweifeln oder sie gar ablehnen.
  • Anhand der Studie ermittelte man wie vertraut Landwirte mit immer neueren Technologien sind. 94 Prozent der Befragten gaben an, dass sie alle 25 Technologien wieder erkannten. Diese waren jeweils in der Betriebsführung sowie der Produktion bekannt.

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So schaut die Zukunft der Landwirtschaft aus

Für das Leiten der Studie waren Josef Moosbrugger, Österreich-Präsident der Landwirtschaftskammer, Johannes Mayr, Geschäftsführer von KeyQuest, und Martin Hirt, Projektleiter für Digitalisierung am Ländlichen Fortbildungsinstitut Österreich zuständig.

Laut Mayr besteht die Hauptnutzung der Technologien darin, dass es den Landwirten und Landwirtinnen ihre Arbeit massiv erleichtert. Im Vorrang stehen die ebenerwähnte Arbeitserleichterung sowie Zeitgewinn. Mayr verdeutlicht, dass "Alle anderen Motive (Qualitäts- oder Ertragsteigerung, Erhöhung der Rentabilität) […] erst deutlich dahinter (kommen)." Nach Moosburger sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vernachlässigt werden, die die Datenhoheit im ländlichen Raum in Grenzen halten sollen. Solche Investitionen sollten keinen Selbstzweck erfüllen und einschließlich den Landwirten zugute kommen. In Bezug auf Datenerfassung sollten diese nämlich "zukünftig in bäuerlicher Hand bleiben", wie es der LK Österreich-Präsident verdeutlicht. Hirt richtet seinen Fokus lieber auf Fortbildungsinstitute, die ihr Angebot an digitalem Wissen weiterentwickeln sollten. Der Projektleiter erklärt, dass man bemüht ist den problematischen Kostenbereich zu verbessern, um für einen erfolgreichen Einstieg in die Landwirtschaft 4.0 sorgen zu können.

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