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Weltbrustkrebstag: Das passiert bei einer Mammographie!

Am 1. Oktober ist der Weltbrustkrebstag, der vor allem auf eines aufmerksam machen möchte: Vorsorge! Wir zeigen dir, was du bei einer Mammographie beachten musst.

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Brustkrebs Mammographie
Deagreez / iStock

In Österreich erkrankt jede achte Frau an Brustkrebs. Eine Früherkennung ist ausschlaggebend, um eine rechtzeitige und wirksame Behandlung zu beginnen. Dafür sollte man regelmäßig eine Mammographie machen. Wir zeigen dir, was dabei passiert!

Mehr dazu: Gesundheitsvorsorge: Wann zu welchem Arzt?

Brustkrebs erkennen mit der Mammographie

Sie werden gerne angestarrt, berührt, zensiert oder beim Stillen beschämt: die weibliche Brust! Dabei vergisst man oft die Gesundheit unseres Busens. In Österreich erkranken ungefähr 5.200 Menschen jährlich an Brustkrebs. Laut dem  "öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs" ist die Sterblichkeit infolge einer Brustkrebserkrankung jedoch in den letzten 30 Jahren um ein Drittel gesunken. Grund dafür ist vor allem eine verbesserte Früherkennung und Therapie.

  • Eine Früherkennung von Brustkrebs beginnt ab dem 45. Lebensjahr und wird alle zwei Jahre mithilfe einer Mammographie durchgeführt. Dabei wird das Brustgewebe mit einem speziellen Röntgengerät durchleuchtet. Von einer Kontrolle vor dem 40. Lebensjahr wird jedoch abgeraten, da das Brustgewebe von jungen Frauen strahlenempfindlicher ist.
  • Eine Mammographie vor dem 45. Lebensjahr wird nur empfohlen, wenn Frauen ein erhöhtes Risiko, etwa bei Erkrankungen in der Familie oder durch einen Bluttest festgestellt wird, aufweisen. Beim österreichischen Früherkennungsprogramm "früh erkennen" können sich Frauen anmelden, um rechtzeitig an die Mammographie erinnert zu werden.

Mehr dazu: Studie: Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Haarefärben?

Was passiert bei einer Mammographie?

Eines gleich vorweg: Ja, die Mammographie ist keine besonders angenehme Untersuchung, doch sie ist äußerst hilfreich, um mögliche Veränderungen im Brustgewebe zu diagnostizieren.

  • Bei der Mammographie muss man seinen Oberkörper freimachen, damit  die Brust mit einem Röntgengerät zwei bis dreimal durchleuchtet wird.
  • Die Untersuchung wird meist im Stehen durchgeführt. Dabei wird die jeweilige Brust zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasscheiben flach zusammengedrückt. Das Brustgewebe wird einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte zur Seite geröntgt.

Frauen, die ein sehr dichtes Brustgewebe oder einen unklaren Befund haben, bekommen eine Mammographie in Kombination mit einer Ultraschall-Untersuchung. So können präzisere Diagnosen zwischen harmlosen Zysten und bösartigen Tumoren getroffen werden.

Mehr dazu: Ein erhöhter Körperfettanteil führt eher zu Brustkrebs

Pink Ribbon

Das "Pink Ribbon" (rosa Schleife) ist das offizielle Zeichen für die Solidarität mit Brustkrebspatientinnen und -patienten. Es soll ein Ausdruck für Heilung und Hoffnung sein sowie an eine rechtzeitige Früherkennung von Brustkrebs erinnern!

Brüste richtig abtasten: So funktioniert's

Egal wie alt du bist, du kannst dir entweder beim Frauenarzt die Brüste abtasten lassen oder auch selbstständig nach dem Duschen deinen Busen auf mögliche Knoten untersuchen.

So funktioniert's:

  • Taste im Stehen jeden Teil deiner Brust ab. Achte darauf, wie sich die Brust unter der Haut und in der Tiefe anfühlt. Übe dafür etwas mehr Druck mit den Fingern aus. Zu Beginn fühlt sich das Gewebe etwas "knubbelig" an. Das ist ganz normal!
  • Taste auch am Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle ab. In der Achselhöhle solltest du am besten bei einem gesenkten Arm tasten.
  • Der Bereich um die Brustwarze fühlt sich etwas härter an, auch das wirst du nach einiger Zeit des Abtastens besser unterschieden können. Idealerweise führst du die Untersuchung noch einmal im Liegen durch.
  • Zum Schluss solltest du noch deine Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob Flüssigkeit austritt. Dies könnte unter anderem ein Zeichen für Brustkrebs sein!

Weitere Anzeichen von Brustkrebs:

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Knoten in der Achselhöhle, die größer als ein Zentimeter sind.
  • Eingezogene Brustwarzen oder Haut (vor allem, wenn du die Arme hebst!)
  • Veränderung der Form und Größe der Brust
  • Untypische Hautveränderungen im Bereich der Brustwarze oder des Brustwarzenvorhofs
  • Rötungen, Jucken, Ziehen, Spannen und Brennen der Brust
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Brust
  • Tastbare Lymphknoten in den Achselhöhlen

Wichtig: Falls du Schmerzen, Beschwerden oder den Verdacht auf eine mögliche Brusterkrankung hast, dann bespreche mit deinem Arzt möglichen Vorsorgemaßnahmen und Behandlungen! Nur ein Mediziner kann eine vollwertige Diagnose stellen!

Mehr Informationen zum Thema Brustkrebs und Mammografie kannst du auch auf pinkribbon.at finden, eine Kampagne der "Österreichischen Krebshilfe".

Mehr dazu: Spenden & schützen: So cool ist die "Pink Ribbon"-Maske!

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