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MedUni sucht Testpersonen für Impfstoff-Forschung

Die MedUni Wien könnte bald einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickeln. Nun suchen die Wissenschafter 200 Testpersonen, um mit der Forschung zu beginnen.

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Impfstoff Coronavirus
licsiren / iStock

Weltweit suchen unzählige Forscher nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Nun haben die Wissenschafter der Medizinischen Universität Wien (MedUni Wien) mit der Firma Viravaxx eine neue Technologie entwickelt, die das Immunsystem von Corona-Patienten und gesunden Menschen analysieren soll. Die ermittelte Immunantwort soll die Basis für einen möglichen Impfstoff sein. Nun suchen die Forscher über 200 Freiwillige, um ihr Vorhaben zu testen.

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Forscher analysieren Antikörper

Um den Impfstoff herzustellen, wird das Virus bis ins kleinste Detail kartografiert, um alle möglichen Bindungsstellen zu erfassen, die mit einem Antikörper andocken können. Dafür benötigen die Wissenschafter 200 Corona-Patienten und 200 gesunde Kontrollpersonen, um herauszufinden, wer die schützende Immunantwort ausbildet. Anschließend werden die Antikörper analysiert und mit dem Virus abgeglichen.

"Um einen Impfstoff zu entwickeln, müssen wir herausfinden, ob die Antikörper an der richtigen Bindungsstelle andocken und eine erneute Infektion tatsächlich verhindern. Das kann man nur in solchen hochauflösenden Tests feststellen", erklärt Wissenschafter Rudolf Valenta der MedUni Wien gegenüber dem Internetportal futurezone.

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Testung an Tieren geplant

Bei der Forschung besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Patienten gar keine wirksamen Antikörper gegen das Coronavirus ausbilden. Deshalb wollen die Wissenschafter auf Basis der Studienergebnisse einen Impfstoff entwickeln.

  • Ist ein Antikörper wirksam, kann er für den Impfstoff herangezogen werden. Docken keine Antikörper an die richtigen Stellen am Virus an, können sogenannte Hilfsproteine eingesetzt werden, um sie zu der richtigen Stelle zu führen.
  • Die vielversprechenden Prototypen des Impfstoffes sollen an Tieren getestet werden. Danach soll schnellstmöglich eine klinische Prüfung eingeleitet werden.

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Du willst dich zur Verfügung stellen?

Interessenten für die Teilnahme an der Studie können sich per Mail an rudolf.valenta@meduniwien.ac.at oder winfried.pickl@meduniwien.ac.at wenden.

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