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Nach 1. Corona-Jahr sind Frauen immer noch von Krisen-Lage betroffen

Eine Sonderausgabe des AK-Frauenmonitors meldete wie Frauen inmitten der Corona-Krise überleben mussten. Mehr zur Studie erfährst du hier!

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Charday Penn / iStock

Eine aktuelle Studie des AK-Frauenmonitors erforschte die aktuelle Lebenslage vieler Oberösterreicherinnen, die während dem 1. Corona-Jahr mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten. Nach ihren Ergebnissen bedarf es noch weitgehend an Verbesserungen für Frauen, die ihren Berufen nicht mehr nachgehen können. Aber auch andere Lebensbereiche und die Aufrechterhaltung der Kinderbetreuung müssen von staatlichen Tatkräften in Betracht gezogen werden.

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So steht es um die Frauen

Schon zum 13. Mal sammelte der AK-Frauenmonitor umfangreiche Daten und Fakten zur Lage der Oberösterreicherinnen. Es hat sich ergeben, dass die Einsatzbereitschaft für Frauen, die ehemals systemrelevanten Berufen nachgingen, nur noch spärlich vorangeht. Der Frauenmonitor analysierte auch wie es um jene Frauen steht, die noch Arbeitsstellen haben, wie es um das Einkommen im Vergleich zu Männern aussieht und weitere Faktoren zu ihrem professionellem sowie privaten Leben. Es ergaben sich folgende Ergebnisse Ergebnisse:

Arbeitslosigkeit und Anspruchslücke – Wie soll es weitergehen? 

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitssuchenden Frauen um fast 23 Prozent gestiegen, und die der Langzeitarbeitslosen um fast 55 Prozent (Stand März 2021). Doch auch Frauen, die ihren Tätigkeiten nachgehen haben mit Problemen zu kämpfen. In geringer entlohnten Branchen, wie Gastronomie, liegt das Einkommen zwischen Männern und Frauen relativ nahe beieinander. Je höher der Lohn steigt desto mehr weitet sich dieser "Gap" aus. Der Frauenmonitor berichtet von einem 44 Prozent hohem Unterschied in der Finanzbranche.

Corona: Arbeitsbedingungen verschlechtern sich

Im Handel, in der Kinderbetreuung und vor allem in der Pflege war es für viele anspruchsvoll in mitten einer Pandemie ihrer Arbeit auf sichere Weise nachzugehen. Zumeist sind es Frauen, die die systemrelevanten Branchen dominieren und manchmal auch unter schlechten Hygienemaßnahmen arbeiten müssen. Die tägliche Arbeit erwies sich als viel herausfordernder als sonst, gefolgt von zusätzlichen Aufgaben am Arbeitsplatz und Vertretungen aufgrund von Personalausfall.

Kinderbetreuung nur schwer zu bekommen

Laut dem Frauenmonitor hat Oberösterreich noch einen langen Weg zu gehen, was die Kinderbetreuungseinrichtungen betrifft. In einem Haushalt, wo beide Elternteile einer Vollzeitarbeit nachgehen, steht es immer offen um die Frage "Wo sollen die Kinder hin?" Vor der Pandemie war die Antwort zu dieser Frage bereits eine etwas wackelige Sache, doch die Krisen-Situation bekräftigte, dass die Landesregierung mehr Initiative zeigen muss.

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Eine Chance um Lösungen?

Corona-Jahr 2020: Etwa 17.600 Personen in Oberösterreich erhielten eine Leistung im Rahmen der Sozialhilfe – Mehr als die Hälfte der Sozialhilfeempfänger waren Frauen.

Der Frauenmonitor verglich wie viele Personen im Vorjahr von der bis 31. Dezember geltenden Mindestsicherung profitierten. Es ergab sich, dass die Zahl der Bezieher und Bezieherinnen um rund drei Prozent weniger wurde. Die verstörenden Zahlen sagen vieles über die Leistungsverschlechterungen der Sozialhilfe aus.

Immer öfters vorkommende frauenfeindliche Straftaten sowie die Schließung von Frauenhäusern in Salzburg – Der Notstand der Frau wird immer ernster und mehr Maßnahmen zum Schutz der Frau müssen ins Leben gerufen werden. Inmitten der Pandemie besteht AK-Präsident Johann Kalliauer auf eine Erhöhung de Förderbudgets am Arbeitsmarktservice sowie eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Doch auch die richtige Anerkennung muss jenen erteilt werden, die in Anbetracht der Krise dennoch tatkräftig ihre Arbeit geleistet haben. Hier fordert Elfriede Schober, AK-Vizepräsidentin, den Corona-Tausender, um den Arbeitenden (Frauen) in systemrelevanten Branchen substanzielle Anerkennung zu schenken.

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