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Nächster Corona-Impfstoff vor EU-Zulassung: Das musst du wissen

Mit Johnson & Johnson stellt ein viertes Unternehmen einen Antrag auf die EU-Zulassung für einen Corona-Impfstoff. Das musst du wissen…

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FilippoBacci / iStock

Biontech/Pfizer, Moderna und zuletzt AstraZeneca – diese drei Corona-Impfstoffe sind in der Europäischen Union bereits zugelassen. Am 16.2.2021 gab die Europäische Arzneimittelagentur bekannt, dass jetzt auch der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Zulassung für seinen Impfstoff gegen COVID-19 beantragt hat. Lese hier alles, was du zu diesem neuen Corona-Impfstoff wissen musst.

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Während die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna auf dem mRNA-Prinzip beruhen, ist das Vakzin von Johnson & Johnson wie jenes von AstraZeneca auch ein Vektorimpfstoff. Das bedeutet, in diesem Fall eine Quasi-Bauanleitung für einen Bestandteil des Coronavirus über ein harmloses Trägervirus in den Körper eingeschleust wird. Kommt dieser Bestandteil, oftmals auch als Gensequenz bezeichnet, in die menschliche Zelle, startet diese mit dem Nachbau der Bestandteile des vermeintlichen Virus. Gleichzeitig "springt" auch unser Immunsystem an, erkennt den fremden Eindringling und beginnt mit der Herstellung von Antikörpern.

Kommt das Immunsystem später tatsächlich mit SARS-CoV-2 in Kontakt, ist es bereits gewappnet und reagiert sofort auf den Eindringling. Die Folge: Im besten Fall bricht eine COVID-19-Erkrankung erst gar nicht aus oder sie nimmt zumindest nur einen milden Verlauf.

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Vorteil und Wirksamkeit

Der große Vorteil des Impfstoffs ist, dass nur eine einzige Verabreichung notwendig. Bei den drei vorher zugelassenen Vakzinen waren für einen vollständigen Impfschutz noch zwei Injektionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums notwendig. Laut Johnson & Johnson besteht bei ihrem Impfstoff ein voller Schutz in etwa nach dem 28. Tag nach der Injektion. Ein weiterer Pluspunkt ist die verhältnismäßig einfache Lagerung. Für diese reichen bereits gewöhnliche Kühlschranktemperaturen aus, was die Durchführung der Impfung wesentlich erleichtert.

Doch wo Vorteile sind, da ist oftmals auch ein Nachteil nicht weit. Beim Corona-Vakzin des US-Unternehmens liegt dieser eindeutig in der Wirksamkeit. Diese wird bei mittelschweren bis schweren Verläufen mit durchschnittlich 66 Prozent angegeben. Zum Vergleich: Bei Biontech/Pfizer beträgt diese stolze 95 Prozent, bei Moderna nur geringfügig weniger, nämlich 94,5 Prozent. Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca soll im Mittel eine Wirksamkeit von 70 Prozent aufweisen.

Die Zulassung des Vakzins von Johnson & Johnson in der EU könnte laut EMA ungefähr Mitte März beschlossen werden.

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