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Öko-Test: Zu viel krebserregendes Arsen in Reis gefunden

Öko-Test untersuchte 21 Reisprodukte. Nur vier Produkte wurden von dem Verbrauchermagazin mit "sehr gut" bewertet. Der Grund: Die Produkte enthielten zu viel krebserregendes Arsen. 

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öko-test arsen reis
Roxiller / iStock

Öko-Test untersuchte in seinem Produkttest 21 unterschiedliche Reismarken auf ihre Inhaltsstoffe. Davon wurden nur vier Produkte mit der Note "sehr gut" beurteilt. Grund dafür war zu viel krebserregendes Arsen, Mineralöl und weitere giftige Schwermetalle in den Produkten.

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Arsen & Mineralölrückstände gefunden

Die Öko-Test-Experten untersuchten jeweils sieben Produkte von

  • Basmati-,
  • Parboiled-Langkorn-,
  • sowie Vollkornreis

Neben den vier Testsiegern schnitten die restlichen Produkte mittelmäßig ab. Zwei Reismarken fielen mit dem Gesamturteil "ungenügend" im Test durch. Vor allem anorganisches Arsen war eine der Hauptbelastungen im Reis. Der Stoff wurde in allen Reismarken nachgewiesen, in den Basmatisorten wurden nur Spuren entdeckt. Hauptsächlich war Natur- und Parboiled-Reis damit belastet.

  • Arsen kommt natürlicherweise im Boden vor und gelangt meist durch Klärschlamm oder Phosphatdünger ins Grundwasser. Reis nimmt besonders viel Arsen auf, wenn er mit den Wurzeln im Wasser angebaut wird.
  • Der Stoff wird vor allem in den Randschichten der Pflanze angereichert. Das ist unter anderem ein Grund, wieso geschälter Reis weniger belastet ist als ungeschälter Naturreis.
  • Bei Parboiled-Reis sorgt möglicherweise die Vorbehandlung mit hohem Druck dafür, dass das Arsen in das Innere des Reiskorns gelangt.

Neben Arsen war auch die Mineralölbelastung des Reis ein Problem. Zehn Reismarken waren mehr oder weniger stark mit Mineralöl belastet, zwei Basmatireismarken sogar mit aromatischen Mineraölkohlenwasserstoffen (MOAH). Unter den MOAH können auch krebserregende Verbindungen sein. Woher das Mineralöl stammt, ist nicht ganz klar. Laut Experten könnte es entweder von Jutesäcken, in denen der Reis transportiert wird, oder von Kartonverpackungen mit mineralölbasierten Druckfarben stammen.

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Kritik wegen Cadmium- und Pestizidspuren im Reis

Die Experten entdeckten auch, dass zwei Reismarken eine erhöhte Menge an Cadmium aufwiesen. Dieses kommt natürlich im Boden vor und gelangt über die Wurzeln in die Körner. Cadmium ist ein giftiges Schwermetall, welches Nierenschäden verursachen kann, wenn es über längere Zeit in hohen Dosen konsumiert wird. Bei Tieren konnte nachgewiesen werden, dass inhalierte Cadmiumverbindungen Krebs erzeugt haben. In insgesamt vier Reismarken entdeckten die Experten Spuren von besonders bedenklichen Pestiziden.

Nach dem britischen Code of Practice on Basmati dürfen maximal sieben Prozent fremde Reissorten im Basmatireis auffindbar sein. Als Öko-Test die DNA von Basmati-Reissorten untersuchte, fiel auf, dass ausgerechnet fairgehandelter Reis einen Fremdreisanteil von 20 Prozent aufwies.

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