News

Öko-Test: Diese Binden & Slipeinlagen sind besonders empfehlenswert

Das Verbrauchermagzin Öko-Test untersuchte 25 Binden und Slipeinlagen. Nur drei Produkte erlangten die Note "sehr gut".

  • gesundheitstrends.com
  • 0
  • Drucken
Öko-Test Binden Slipeinlagen
Masanyanka / iStock

Einmal im Monat benötigen Frauen (je nach persönlicher Präferenz) Slipeinlagen und Binden, um während ihrer Periode geschützt durch den Alltag zu kommen. Die Auswahl in den Drogerien und Supermärkten ist groß: Von Eigenmarken und hochwertigen Bio-Produkten, bis hin zu hauchdünnen Damenhygieneartikeln, ist für jede Frau die passende Binde oder Slipeinlage dabei. Doch wie überzeugend und saugfähig sind die Produkte wirklich?

Mehr dazu: Australien: Menstruationsblut in Werbung sorgt für Shitstorm

Nur 3 Binden sind "sehr gut"

Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte insgesamt 25 Binden und Slipeinlagen auf ihre Saugfähigkeit und mögliche Schadstoffe. Bei Binden haben Frauen die Wahl zwischen Maxi- und Ultra-Binden: Die Maxi-Variante hat einen Saugkörper aus Zellstoff und ist etwas dicker sowie schwerer. Ultra-Binden sind dünner und leichter, saugen aber durch ihren starken Saugkern mehr Flüssigkeit auf.

Die Testsieger der Damenbinden sind Ultras:

  • "Facelle 16 Ultra-Binden, normal mit Flügeln" von Rossmann
  • "Facelle So Free Ultra-Binden, normal mit Flügeln Bio" von Rossmann
  • "Jessa Ultra-Binden Active Shape, normal mit Flügeln" von Dm

Alle drei Produkte haben ein hohes Speichervermögen, und sorgen für zuverlässigen Auslaufschutz, auch wenn die Benutzerin sitzt oder geht. Durch ihre schnelle Saugfähigkeit fühlt sich die Haut angenehm trocken an.

Mehr dazu: "Tampon-Tax: Werden Tampons & Binden nun teurer?

Unzureichende Saugleistung

Fünf weitere Ultra-Binden von

  • Cosmea,
  • Eco by Naty,
  • Mylily,
  • Organyc
  • und Padsy Bonjo wurden mit "befriedigend" benotet.

Grund dafür: Sie nahmen die Flüssigkeit nicht schnell genug auf und konnten nicht ausreichend Flüssigkeit im Kern speichern. Dieselben Probleme wurden auch bei den Natracare Ultra Pads kritisiert. Zudem löste sich der Produkt-Klebestreifen, der auf der Unterwäsche haftet nur sehr schlecht – hier lautete das Gesamturteil "ausreichend".

Mehr dazu: Frauenfußball: Training nach Menstruationszyklus

Zuverlässiger Auslaufschutz

Bei den Slipeinlagen wurden vier Produkte mit "sehr gut" benotet:

  • "Facelle So Free Slipeinlagen, normal" von Rossmann
  • "Jessa Slipeinlagen Active Shape, normal" von Dm
  • "Satessa Slipeinlagen, normal, frei von Duftstoffen" von Aldi Nord (in Österreich: Hofer)
  • "Sophie Slipeinlagen, normal, luftdurchlässig" von Netto

Die Produkte überzeugten mit einer hohen Saugfähigkeit, zudem haften sie gut im Slip und verrutschen nicht. Vier Slipeinlagen nässten durch und konnten keinen zuverlässigen Wäscheschutz garantieren:

  • Floriola 45 Slipeinlagen Protect,
  • Rewe Beste Wahl Slipeinlagen,
  • Facelle 50 Slipeinlagen
  • Olivia Slipeinlagen

Mehr dazu: Damenbinde soll vor Frühgeburt warnen

"Öko"-Binden mit schwacher Saugleistung

Die fünf Marken-Binden, die die Benotung "befriedigend" erhielten, wurden als "Öko" beworben. Demnach würden die Produkte aus ökologischen Gründen auf den Superabsorber, wie in herkömmlichen Ultra-Binden, verzichten. Dieser besteht aus Kügelchen, die aufquellen und ein Hydrogel bilden – dadurch wird mehr Flüssigkeit aufgenommen. Der "Öko-Saugkern" besteht aus Bio-Baumwolle bzw. aus Zellstoff.

Im Praxistest wurde schnell deutlich, dass die umweltfreundlichere Variante nicht so leistungsfähig ist wie der Superabsorber. "Das zeigt, wie schwierig es ist, Periodenprodukte zugleich funktionsfähig und umweltfreundliche herzustellen", schreibt Öko-Test.

Mehr dazu: Menstruationstasse vs. Tampon: Was ist besser?

Produkte mit halogenorganischen Verbindungen belastet

Im Labor wurden in 14 Binden und 4 Slipeinlagen halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Diese stammen laut den Öko-Test-Experten aus der Bleiche des Zellstoffs. Dieser sorgt dafür, dass der Hauptbestandteil Zellulose in den Damenhygieneprodukten nicht vergilbt, und die Fasern stärker sowie saugfähiger sind.

Viele halogenorganische Verbindungen gelten als allergieauslösend und krebserregend. Zudem reichern sich die Stoffe in der Umwelt an. Die Produkt-Hersteller machen darauf aufmerksam, dass es unschädliche und sogar nützliche halogenorganische Verbindungen gibt. Dabei handelt es sich aber meist um natürliche und nicht um künstlich hergestellte Stoffe.

Es war im Labor nicht genau feststellbar, um welche genaue Verbindung es sich in den Produkten handelt. Auch Hersteller wissen meist nicht, welcher Stoff in ihren Binden und Slipeinlagen enthalten ist.

Mehr dazu: Soft Tampons: Komfort trotz Periode

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.